Wirtschaft
Wieviel Facebook für die Spracherkennungs-Software bezahlt hat, will der Konzern nicht verraten.
Wieviel Facebook für die Spracherkennungs-Software bezahlt hat, will der Konzern nicht verraten.(Foto: picture alliance / dpa)

Konkurrenz für "Siri"?: Facebook gönnt sich Spracherkennung

Facebook zieht nach: Das weltgrößte Internet-Netzwerk besitzt jetzt auch eine Spracherkennungs-Software. Was das Unternehmen mit dem Start-up vorhat, verrät es indes noch nicht.

Facebook setzt seine Einkaufstour fort und übernimmt ein Unternehmen für Spracherkennungs-Software. Die im kalifornischen Palo Alto ansässige Firma wit.ai sei gekauft worden, teilte Facebook mit, ohne den Preis zu nennen. Das vor 18 Monaten gegründete Start-up hat eine Technologie entwickelt, die eine Spracherkennung für Smartphones und Tablets, aber etwa auch etwa für Internet-gesteuerte Haushaltsgeräte liefert.

Die Software kann wit.ai zufolge gesprochene Sprache sowie geschriebene Texte in "natürlicher Sprache" erkennen. Ein Facebook-Sprecher wollte keine Angaben zu den Plänen mit dem Neuerwerb machen. Von Technologien für Spracherkennung verspricht sich die Internet-Branche neue Möglichkeiten etwa im zukunftsträchtigen Markt mit vernetzten Hausgeräten.

Andere große Konzerne setzen bereits seit einiger Zeit auf Spracherkennungs-Technologien. Sowohl Google als auch Apple und Microsoft haben in ihren mobilen Betriebssystemen entsprechende Technologien integriert. Wenn Facebook die Technik in die eigenen Apps ebenfalls integriere, könnte das für das Unternehmen von Vorteil sein, sagte Colin Sebastian, Analyst bei Robert W. Baird & Co.

Das weltgrößte Internet-Netzwerk Facebook hatte zuletzt unter anderem mit dem Kauf von Oculus sein Interesse für Unternehmen jenseits des klassischen PC-, Smartphone- und Tablet-Bereichs unterstrichen. Oculus stellt Datenbrillen her, mit denen Nutzer bei Computerspielen in eine virtuelle Welt eintauchen können. Facebook hatte sich das Start-up zwei Milliarden Dollar kosten lassen. Die wit.ai-Übernahme dürfte Insidern zufolge billiger gewesen sein.

Quelle: n-tv.de

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