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Lufthansa kommt nicht zur Ruhe: Flugbegleiter wollen eine Woche streiken

Flugreisende müssen sich auf neue Streiks bei der Deutschen Lufthansa einrichten. Die Flugbegleiter legen ab Freitag für eine Woche die Arbeit nieder. Die Gewerkschaft Ufo stellt der Lufthansa noch ein Ultimatum bis Donnerstagnachmittag.

Die Flugbegleiter der Lufthansa werden wieder streiken. Das sagte der Chef der Kabinengewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies, in Mörfelden-Walldorf bei Frankfurt. Damit wird die Gewerkschaft des Kabinenpersonals erstmals in dem seit fast zwei Jahren andauernden Tarifstreit die Arbeit niederlegen. Die Flugbegleiter wollen von diesem Freitag an eine ganze Woche lang (6.11. bis 13.11.) in den Ausstrand treten, sollte das Unternehmen nicht bis Donnerstag um 17.00 Uhr ein neues Angebot zur umstrittenen Übergangsversorgung vorlegen. "Wir werden kurzfristig bekanntgeben, welche Flüge nicht bestreikt werden", sagte Baublies weiter.

Mit dem Arbeitskampf will Ufo erreichen, dass die Übergangsversorgung ohne Einbußen für die Mitarbeiter weitergeführt wird. Lufthansa hat Unternehmensangaben zufolge mit Ufo fast alle offenen Tarifverträge betreffend eine Vereinbarung, wonach bei einem Scheitern von Tarifverhandlungen eine Schlichtung angerufen werden kann.

Eine Ausnahme ist das Thema Versorgung: Hier ist ein Schlichtungsversuch bereits im Juni gescheitert. Ufo will dem Konzern nochmals eine letzte Einzelforderung bezüglich der Übergangsversorgung vorlegen. Sollte das Unternehmen dem zustimmen, könnten die Streiks doch noch abgesagt werden, sagte Baublies. Bettina Volkens, Vorstand Personal und Recht der Lufthansa, hatte die Ankündigung von Ufo, demnächst zu Streiks aufzurufen, als "nicht nachvollziehbar" kritisiert. Nach Angaben von Baublies hat die Lufthansa bereits klargestellt, dass es kein weiteres Angebot geben werde.

Mediationsprozess möglich

Die Lufthansa will den Ausstand möglichst noch verhindern und alle rechtlichen Mittel ausschöpfen. Dazu gehöre auch, möglicherweise die Schlichtung anzurufen. "Wir sind zur Fortführung der Verhandlungen oder zu Sondierungsgesprächen bereit", betonte ein Konzernsprecher. Neben dem Angebot zur Schlichtung könnte sich das Unternehmen auch einen Mediationsprozess vorstellen. Denn während eine Schlichtung rechtlich festgelegte Schritte vorsieht, wäre eine Mediation freier vereinbar.

In dem Tarifstreit geht es um viele verschiedene Themen, wichtige Punkte sind die Absicherung und Vergütung der 19.000 Flugbegleiter sowie deren Alters- und Übergangsversorgung. Ufo hatte die jüngsten Vorschläge der Lufthansa am Wochenende "völlig inakzeptabel" genannt.

Quelle: n-tv.de

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