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Verbot für Jugendliche gefordert: Foodwatch kämpft gegen Energy-Drinks

Keine Energy-Drinks mehr für Jugendliche: Die Verbraucherorganisation Foodwatch will ein Verkaufsverbot durchsetzen. Grund für diese drastische Forderung sind gefährliche Nebenwirkungen für junge Konsumenten.

Die Verbraucherorganisation Foodwatch fordert, den Verkauf von Engery Drinks an Jugendliche zu verbieten. Grund dafür ist eine neue Studie der europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA, wie Foodwatch mitteilte. Der Untersuchung zufolge konsumierten Millionen Jugendliche in der EU zu viel Koffein. In fünf von 13 untersuchten EU-Mitgliedstaaten nehmen Jugendliche demnach mehr Koffein auf als empfohlen.

Laut der Studie sollten sowohl Erwachsene als auch Minderjährige eine Dosis von drei Milligramm Koffein pro Kilo Körpergewicht am Tag nicht überschreiten - andernfalls drohten Nebenwirkungen wie Herz-Rhythmus-Störungen, Krampfanfälle oder Nierenversagen. Ein zwölfjähriger Junge mit 50 Kilogramm Körpergewicht überschreitet nach dieser Rechnung schon mit einer 0,5-Liter-Dose eines Energy Drinks diese Grenze.

Laut Foodwatch gelten in Deutschland 6,6 Prozent der Jugendlichen als "Hochverzehrer" von Koffein. Anders als bei anderen koffeinhaltigen Getränken wie Kaffee lockten der Geschmack und das "gezielte Marketing" bei Energy Drinks gerade junge Konsumenten an, kritisierte die Verbraucherorganisation. Zum Schutz der jungen Verbraucher dürfe der Verkauf der Drinks erst ab 18 Jahren erlaubt werden.

Quelle: n-tv.de

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