Wirtschaft
Hohe Reparaturkosten belasten.
Hohe Reparaturkosten belasten.(Foto: picture alliance / dpa)

Aktienkurs bricht ein: Ford gibt Gewinnwarnung heraus

Ford muss in diesem Jahr von seinem ehrgeizigen Gewinnziel Abschied nehmen. Der US-Autobauer schlägt sich mit hohen Reparaturkosten für zurückgerufene Fahrzeuge herum. An der New Yorker Börse reagieren die Anleger mit Verkäufen.

Eine Reihe von Rückrufen kommt Ford teuer zu stehen. Der zweitgrößte US-Autobauer erwartet in diesem Jahr einen geringeren Gewinn als zunächst angenommen. Der Konzern rechne nur noch mit einem Ergebnis vor Steuern von sechs Milliarden Dollar, sagte Finanzchef Bob Shanks vor Investoren.

Zuvor war das Unternehmen von sieben bis acht Milliarden Dollar ausgegangen. Für 2015 kalkuliert der in Dearborn ansässige Konzern mit einem Vorsteuergewinn von 8,5 bis 9,5 Milliarden Dollar. An der Wall Street straften die Händler Ford ab. Die Aktie brach im späten Handel um 7,5 Prozent ein.

Reparaturen für vor allem in Nordamerika zurückgerufene Fahrzeuge dürften mit Kosten von einer Milliarde Dollar zu Buche schlagen, fügte Shanks hinzu. Zudem prognostizierte Ford einen höheren Verlust für Südamerika. Auch das Russland-Geschäft bereite Ford Probleme. Hier erwarte der Autobauer einen Fehlbetrag von 300 Millionen Dollar und damit mehr als zunächst vorhergesagt.

Seit Juli mit neuem Chef

Für 2020 rechnet Ford mit einem globalen Absatz von 9,4 Millionen Fahrzeugen. 2013 hatte der Autobauer weltweit 6,2 Millionen Fahrzeuge abgesetzt. In den USA solle der Absatz bis 2020 auf 3,5 Millionen von 2,9 Millionen 2013 steigen. Bis 2016 wolle das Unternehmen die Zahl der Fahrzeugplattformen von 15 auf neun verringern, sagte Produktionsentwicklungschef Raj Nair.

Ford ging mit einem neuen Chef in die zweite Jahreshälfte. Der früher für das Tagesgeschäft zuständige Vorstand Mark Fields löste Konzernchef Alan Mulally zum 1. Juli ab.

Quelle: n-tv.de

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