Wirtschaft

Zartes Pflänzchen AufschwungForscher fürchten Asche-Effekt

20.04.2010, 07:32 Uhr

Die Aschewolke über Europa bringt den Luftverkehr weitgehend zum Erliegen. Seit Tagen müssen Logistiker auf alle Luftfrachtsendungen verzichten. Den Aufschwung sehen Konjunkturforscher trotzdem noch nicht in Gefahr - solange das Flugverbot auf wenige Tage beschränkt bleibt.

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Brennender Berg auf Island: Blick auf den Eyjafjallajökull. (Foto: REUTERS)

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) sieht in den tagelangen Flugausfällen wegen des Vulkanausbruchs auf Island bislang keine größere Gefahr für die Konjunkturerholung in Deutschland.

Sollten sich die Flugausfälle zeitlich in Grenzen halten, dürfte es zu keiner spürbaren Eintrübung des Aufschwungs kommen, sagte IW-Direktor Michael Hüther der "Passauer Neuen Presse". "Die Einbußen sind recht schnell aufzuholen". Dies sollte die Politik aber mit geeigneten Maßnahmen unterstützen wie etwa einer zeitweisen Lockerung des Nachtflugverbots.

Die EU-Verkehrsminister hatten sich am Montag auf eine schrittweise Öffnung des Luftraums verständigt. Die deutsche Flugsicherung verlängerte die Sperrung des deutschen Luftraums wegen der vorliegenden Wetterdaten allerdings bis Dienstag um 14.00 Uhr (MESZ). Sichtflüge mit einer Maximalhöhe von 3000 Metern wurden aber erlaubt.

Quelle: rts