Wirtschaft
Premierminister Edouard Philippe stellte den Plan am Samstag vor.
Premierminister Edouard Philippe stellte den Plan am Samstag vor.(Foto: dpa)
Samstag, 08. Juli 2017

Wirtschaftsfreundliche Reformen: Frankreich verkündet massive Steuersenkung

Um Frankreichs angeschlagene Wirtschaft wieder anzukurbeln, verfolgt die neue Regierung einen Plan. Dieser sieht neben verschiedenen Maßnahmen auch eine Steuersenkung vor, von der vor allem Akteure in der Wirtschaft profitieren dürften.

Frankreich will ab dem kommenden Jahr die Steuern senken. Insgesamt soll die Abgabenlast damit um rund sieben Milliarden Euro reduziert werden, sagte der französische Premierminister Edouard Philippe.

Das Euroland hält zudem an seinem Ziel fest, bereits in diesem Jahr das Defizit Frankreichs unter drei Prozent zu drücken. Damit würde Paris seit Jahren erstmals wieder die Maastricht-Kriterien einhalten, zu denen sich die EU-Staaten verpflichtet hatten. Diesen Plan will die Regierung nicht durch Steuererhöhungen, sondern durch eine Senkung der öffentlichen Ausgaben und weitere Maßnahmen erreichen.

Philippe hatte in einer Regierungserklärung zudem die Umsetzung umfangreicher Steuerreformen angekündigt. So sollen die Unternehmenssteuern bis 2022 von derzeit 33,33 Prozent auf 25 Prozent sinken. Seine Regierung will zudem die Kapitalertragssteuer von 50 Prozent auf 30 Prozent senken. Davon erhofft sich die Regierung, Frankreich als zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone nach jahrelanger Schwäche wieder auf Kurs zu bringen.

Präsident Emmanuel Macron hatte mehrfach betont, dass Frankreich wieder das Vertrauen seiner EU-Partner gewinnen müsse, indem es EU-Vorgaben einhalte. Vor kurzem noch hatte EU-Finanzkommissar Pierre Moscovici gewarnt, Frankreich werde keinen Aufschub mehr bekommen, um die Vorgaben des europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakets zu erfüllen.

Quelle: n-tv.de

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