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Massenrückruf nach Pannenserie: GM-Chefin: "Schreckliche Dinge passiert"

Erst kurze Zeit im Amt, hat GM-Chefin Barra schon einen Haufen Ärger: So wird der größte US-Autobauer für Dutzende Todesopfer verantwortlich gemacht, der Konzern reagiert mit dem Rückruf von Hunderttausenden Autos. Und Barra muss viel erklären.

Mit ungewöhnlich deutlichen Worten hat sich GM-Chefin Mary Barra öffentlich für die aktuelle Pannenserie beim größten US-Autobauer entschuldigt. Probleme mit defekten Zündungen hatten den Opel-Mutterkonzern kürzlich zum Rückruf von 1,6 Millionen Fahrzeugen veranlasst. Mit den Schwierigkeiten werden Dutzende Todesopfer in Verbindung gebracht. "In diesem Fall ist in unserem Ablauf etwas schiefgegangen und schreckliche Dinge sind passiert", sagte Barra in einer Videobotschaft. Bei Sicherheitstests wolle sie künftig höhere Maßstäbe anlegen.

Am selben Tag rief GM weitere 1,5 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurück. Es handele sich dabei vor allem um in den USA verkaufte Geländewagen der Modelljahre 2010 bis 2013, bei denen es Probleme mit Airbags geben könne. Auch einige Vans und Limousinen würden wegen anderer Schwierigkeiten zurückgerufen. Weitere Modelljahre sowie nach Kanada, Mexiko und in einige andere Länder verkaufte Fahrzeuge seien auch betroffen.

Mit dem neuen Rückruf hat GM in den vergangenen Monaten insgesamt mehr als drei Millionen Autos in die Werkstätten bestellt. Betroffen sind verschiedenste Modelle, die Probleme reichen bis hin zu defekten Brems-Teilen. Für die Rückrufaktionen stellt das Unternehmen aus Detroit im ersten Quartal 300 Millionen Dollar zurück.

Kongress plant Anhörungen

Der Konzern steht insbesondere wegen der Todesfälle im Zusammenhang mit fehlerhaften Zündungen bei den älteren Modellen massiv unter Druck. Anders als GM gehen US-Verbraucherschützer davon aus, dass durch die defekten Zündungen mehr als 300 Menschen tödlich verunglückten. Inzwischen ermitteln staatliche Stellen, der Kongress plant Anhörungen und dem Unternehmen drohen Sammelklagen in den USA und in Kanada. Die Probleme waren seit 2001 bekannt.

GM-Aktien schlossen am Montag in einem freundlichen Marktumfeld 1,6 Prozent fester, nachdem sie in der vergangenen Woche unter dem Druck der Pannenserie rund zehn Prozent nachgegeben hatten.

Quelle: n-tv.de

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