Wirtschaft
Europas Stahlhersteller leiden unter der Konkurrenz aus China.
Europas Stahlhersteller leiden unter der Konkurrenz aus China.(Foto: picture alliance / dpa)

Kampf gegen Chinas Dumpingpreise: Gabriel springt deutschen Stahlkochern bei

China ist weltgrößter Stahlproduzent. Da die heimische Nachfrage schwächelt, drängen die Hersteller vermehrt auf den Weltmarkt - zu Lasten der europäischen und vor allem deutschen Unternehmen. Bundeswirtschaftsminister Gabriel prescht deshalb vor.

Spekulationen über politischen Rückhalt für die deutsche Stahlbranche im Kampf gegen billige Importe aus China haben die Aktien von ThyssenKrupp und Salzgitter kräftig angeschoben. Die Papiere von ThyssenKrupp legten mehr als 6 Prozent zu. Sie waren damit der Topgewinner im Börsenleitindex Dax. Salzgitter gewannen mehr als 4 Prozent und gehörten damit zu den stärksten Aktien im Nebenwerteindex MDax.

"Wir wollen globalen Wettbewerb auch im Stahlsektor - aber der muss fair sein", sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Händler lasen dabei eine entsprechende Initiative heraus: Gabriel unterstütze die Forderung der Stahlindustrie nach weltweit gleichen und fairen Wettbewerbsbedingungen.

Kampf der Stahl-Titanen

Anfang Februar hatte Gabriel mit sieben EU-Kollegen in einem Schreiben an die EU-Kommission und die Ratspräsidentschaft handelspolitische Maßnahmen gefordert, um Wettbewerbsverzerrungen im Stahlsektor zu bekämpfen.

Die EU geht bereits zum Schutz der eigenen Stahlindustrie verstärkt gegen Billigimporte vor. So wurden auf bestimmte Einfuhren aus China und Russland Anti-Dumping-Zölle erhoben. In der weltweiten Stahlproduktion steht die EU an zweiter Stelle nach China. Die Hersteller der Volksrepublik drängen verstärkt auf die Weltmärkte, da die heimische Nachfrage schwächelt. Die Stahlpreise sind massiv gefallen - auch wegen internationaler Überkapazitäten.

Quelle: n-tv.de

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