Wirtschaft
Bill Gates.
Bill Gates.(Foto: REUTERS)

Zuckerberg macht mit: Gates will Klima mit Milliarden retten

Es ist eine illustre Runde, die Bill Gates zusammengetrommelt hat. Gemeinsam mit anderen schwerreichen Unternehmen sammelt er Milliarden ein, um damit saubere Energien zu fördern.

Microsoft-Gründer Bill Gates hat eine Gruppe von 28 reichen Investoren zusammengestellt, die Milliarden Dollar in die Förderung sauberer Technologien stecken wollen. "Breakthrough Energy Coalition" heißt die Initiative, Gates ist mit zwei Milliarden Dollar dabei.  

Das Projekt soll im Tagesverlauf auf der UN-Klimakonferenz in Paris vorgestellt werden. Zu den anderen Investoren gehören unter anderem Facebook-Chef Mark Zuckerberg, Alibaba-Gründer Jack Ma, der britische Milliardär Richard Branson und Amazon-Gründer Jeff Bezos.

"Erneuerbare Energien wie Solarenergie und Windkraft haben große Fortschritte erzielt und können ein Weg sein, um eine Zukunft ohne Kohlendioxidemissionen zu erreichen", schrieb Gates in einem Statement.

"Unternehmen werden technologische Durchbrüche erzielen"

Mehr als ein Dutzend Regierungen flankieren die Initiative, zu ihnen gehören  die USA, Frankreich, Großbritannien, Japan und Indien. Das "Mission Innovation" genannte Projekt solle helfen, einen "sauberen, bezahlbaren und verlässlichen Energiemix" zu entwickeln, teilte die US-Regierung mit.

"Private Unternehmen werden irgendwann die nötigen technologischen Durchbrüche erzielen", schrieb Gates. "Aber diese Arbeit basiert auf Forschung, die nur Regierungen finanzieren können."

Die USA investieren nach Angaben des Weißen Hauses derzeit etwa fünf Milliarden Dollar pro Jahr in die Forschung im Bereich der grünen Technologien. Zum Vergleich: In die militärische Forschung steckt die US-Regierung demnach jedes Jahr etwa 70 Milliarden Dollar.

195 Staaten beraten über Klima-Zukunft

Mit Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen wollen Vertreter aus 195 Staaten Wege zu weniger Treibhausgasen und einer geringeren Erwärmung suchen. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen trafen dazu rund 150 Staats- und Regierungschefs in Le Bourget bei Paris ein. Begrüßt wurden sie von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und Frankreichs Präsident François Hollande.

Die französischen Gastgeber der UN-Verhandlungen erhoffen sich vom Auftritt der höchsten Repräsentanten gleich zu Beginn der Konferenz einen Schub für die komplizierten Gespräche. Vertreter der Länder wollen bis zum 11. Dezember einen Weltklimavertrag aushandeln. Damit soll der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase verringert und die Erderwärmung bis zum Jahr 2100 unter zwei Grad gehalten werden. Für Entwicklungsländer, die unter den Folgen des Klimawandels leiden, ist finanzielle Unterstützung vorgesehen.

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Quelle: n-tv.de

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