Wirtschaft
In der zweiten Jahreshälfte könnte sich das Blatt bei den PC-Verkäufen laut Marktforschern weider zum Besseren wenden.
In der zweiten Jahreshälfte könnte sich das Blatt bei den PC-Verkäufen laut Marktforschern weider zum Besseren wenden.

Wachablösung im PC-Markt: HP ist nicht mehr Branchenprimus

76 Millionen ausgelieferte PC im zweiten Quartal - das klingt nach einer ganzen Menge. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Rückgang von 11 Prozent. Die Krise dauert an und Hewlett-Packard bekommt sie zu spüren. Der langjährige Weltmarktführer muss seine Spitzenposition räumen. Andere trifft es noch härter.

Der schwächelnde PC-Markt wartet mit einem Führungswechsel auf. Lenovo konnte nach einhelliger Meinung zweier Marktforschungsfirmen im zweiten Quartal mehr PC ausliefern als der langjährige Marktführer Hewlett-Packard aus den USA. Allerdings fiel der Vorsprung dünn aus und traf auch nicht auf alle Weltregionen zu.

Lenovo kam nach den Daten von Gartner und IDC auf einen Marktanteil von 16,7 Prozent; HP lag je nach Marktforscher bei 16,3 beziehungsweise 16,4 Prozent. Lenovo hatte es besser als Hewlett-Packard verstanden, sich in dem schrumpfenden Markt zu behaupten. Tablets und Smartphones haben den klassischen PC vielfach den Rang abgelaufen.

Besseres zweites Halbjahr?

Die Marktforschungsfirmen berichteten von einem Rückgang der ausgelieferten PC im zweiten Quartal um etwa 11 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf rund 76 Millionen Stück. Damit setzte sich die Talfahrt der Branche fort, wenngleich nicht mehr ganz in dem Tempo vom Jahresbeginn.

Besonders stark gingen die Verkäufe der taiwanischen Hersteller Acer und Asus zurück - bei Acer um mehr als 35 Prozent auf 6,3 Millionen Geräte, bei Asus um mehr als 20 Prozent auf 4,6 Millionen Computer. HP verkaufte 4,8 Prozent weniger, Dell knapp 4 Prozent. Lenovo konnte den Absatz mit einem Minus von 0,6 Prozent fast halten.

Lenovo hatte vor einigen Jahren das PC-Geschäft von IBM übernommen und arbeitet seitdem daran, zum weltgrößten Computerhersteller der Welt aufzusteigen. Im November hatte sich der chinesische Konzern bereits erstmals zum neuen Weltmarktführer ausgerufen, weil er damals einen hauchdünnen Vorsprung von 0,2 Prozentpunkten vor HP ergattert hatte.

Laut IDC-Analyst Jay Chou besteht die Möglichkeit, dass das zweite Halbjahr besser ausfällt. In den USA, so stellten die Experten von IDC und auch Gartner fest, tauschten vermehrt Firmen ihre Rechner aus, die noch auf Windows XP laufen. Microsoft versorgt das in die Jahre gekommene Betriebssystem nur noch bis zum April 2014 mit Updates. Das zwingt Nutzer dazu, auf neuere Systeme umzustellen wie Windows 7 oder 8.

Quelle: n-tv.de

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