Wirtschaft
Brennende Ölplattform "Deepwater Horizon". Nach der Katastrophe wurde einiges vertuscht.
Brennende Ölplattform "Deepwater Horizon". Nach der Katastrophe wurde einiges vertuscht.(Foto: picture alliance / dpa)

Nach Explosion von "Deepwater Horizon": Halliburton vernichtet Beweise

Wie groß war das Ausmaß der Katastrophe nach der Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko wirklich? Gerüchte, dass die beteiligten Firmen einiges vertuscht haben, werden nun bestätigt: Der Energiekonzern Halliburton räumt ein, Beweise vernichtet zu haben und will sich auch vor Gericht schuldig bekennen.

Der US-Energiekonzern Halliburton hat nach der Explosion der BP-Bohrplattform "Deepwater Horizon" vor drei Jahren Beweise vernichtet. Wie das US-Justizministerium bekannt gab, werde sich die Firma deswegen in einem vorbereiteten Verfahren schuldig bekennen. Halliburton war an der Mischung des Zements für den Deckel des Bohrlochs beteiligt, aus dem das Öl ins Meer schoss.

Nach der Katastrophe erstellte Halliburton im Rahmen von internen Untersuchungen Computersimulationen. Die Ergebnisse davon wurden zerstört und konnten nicht rekonstruiert werden, teilte das Justizministerium mit. Neben dem Schuldeingeständnis werde der Konzern Schadensersatz leisten und habe auch schon freiwillig 55 Millionen Dollar (42 Millionen Euro) an die National Fish and Wildlife Foundation überwiesen.

Die "Deepwater Horizon" war im April 2010 explodiert. Elf Menschen kamen ums Leben, und in den kommenden Monaten liefen 4,9 Millionen Barrel Öl ins Meer. Ganze 87 Tage dauerte es, bis der britische Ölkonzern BP das Leck schließen konnte. Es war die größte Ölverseuchung vor den US-Küsten, sie verursachte massive Umweltschäden.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen