Wirtschaft
Goldman Sachs muss im vierten Quartal etwas kürzer treten - und profitiert insgesamt vom ersten Halbjahr.
Goldman Sachs muss im vierten Quartal etwas kürzer treten - und profitiert insgesamt vom ersten Halbjahr.(Foto: REUTERS)

Schwache Konjunktur belastet: Handelgeschäft drückt Goldman-Gewinn

Die Geschäfte der US-Investmentbank sind im letzten Jahresviertel ins Stottern geraten. Vor allem festverzinsliche Produkte werfen weniger ab. Experten hatten allerdings noch tiefere Spuren erwartet. Für das Gesamtjahr reicht es für einen Gewinnanstieg.

Der US-Bank Goldman Sachs ist im Schlussquartal 2013 vor allem wegen geringerer Einnahmen im Geschäft mit festverzinslichen Produkten der Gewinn zusammengeschmolzen. Allerdings fielen die Einbußen weniger stark aus als von Analysten erwartet.

In den drei Monaten per Ende Dezember sank der Nettogewinn auf Jahressicht um gut ein Fünftel auf 2,25 Milliarden US-Dollar. Die Einnahmen sanken um gut fünf Prozent auf 8,78 Milliarden Dollar. Beobachter hatten nur 7,71 Milliarden Dollar erwartet.

Für Goldman Sachs hat das Geschäft mit festverzinslichen Produkten (FICC) große Bedeutung. 2013 litt der Bereich unter der nur langsamen Erholung der Konjunktur sowohl in den USA als auch im Ausland. Dies dämpfte den Appetit der Anleger auf komplexe und somit riskantere Deals, einst die Trumpfkarte von Goldman Sachs. Im Berichtsquartal beliefen sich die Einnahmen in dem Segment auf 1,72 Milliarden Dollar, 15 Prozent weniger als im Vorjahr. Auf Quartalssicht ging es indes um mehr als ein Drittel nach oben.

Wettbewerber JP Morgan und Bank of America, die ihre Zahlen bereits vorgelegt haben, hatten im Festzinsgeschäft positiv überrascht.

Das Investmentbanking verzeichnete bei Goldman Sachs auf Jahressicht ein Einnahmenplus von 22 Prozent, Veräußerungen führten dazu, dass die Aktiensparte einen Rückgang von 27 Prozent verbuchte.

Gewinnszuwachs im Gesamtjahr

Trotz eines schwachen zweiten Halbjahres hat die US-Investmentbank ihren Gewinn im Gesamtjahr gesteigert. Unter dem Strich stand noch ein Zuwachs von sechs Prozent auf 7,7 Milliarden US-Dollar. Dabei zehrte das Unternehmen von seinen guten Ergebnissen zu Jahresbeginn. In der zweiten Hälfte litt Goldman unter dem Haushaltsstreit in den USA sowie der Ungewissheit über den künftigen geldpolitschen Kurs der Notenbank Fed. Anleger hielten sich deswegen zurück.

Goldman Sachs musste zuletzt vor allem im Geschäft mit Anleihen Federn lassen. Dagegen behauptete sich die Bank als globale Nummer eins im Geschäft rund um Börsengänge und Kapitalerhöhungen. Auch bei Beratung rund um Firmenübernahmen blieb Goldman die Nummer eins.

Quelle: n-tv.de

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