Wirtschaft
Hollande legt sich auf eine Untergrenze beim Wirtschaftswachstum fest.
Hollande legt sich auf eine Untergrenze beim Wirtschaftswachstum fest.(Foto: REUTERS)

Arbeitslosigkeit sinkt nicht: Hollande will Wachstum mehr als verdoppeln

Es ist das große Wirtschaftsprojekt des französischen Präsidenten: Die Arbeitslosigkeit in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone soll deutlich sinken. Doch bislang steigt sie. Mit der Festlegung einer Wachstumsuntergrenze will Hollande das ändern.

Frankreichs Regierung will das Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr über die Rate von ein Prozent bringen. Ziel sei es, dadurch die Arbeitslosigkeit zu reduzieren, sagte Präsident François Hollande. Er werde alles tun, um das Wachstum auf über ein Prozent zu treiben. Im vergangenen Jahr lag die Rate bei rund 0,4 Prozent.

Da mehr Menschen auf den Arbeitsmarkt drängten als ausscheideten, benötige das Land ein stärkeres Wachstum, um die Arbeitslosigkeit zu reduzieren, sagte Hollande dem Radiosender France Inter. Unter anderem würden niedrigere Steuern für Unternehmen und ein Abbau der Regulierung das Wachstum antreiben. Sollte das Wachstum letztlich über den Erwartungen liegen, wolle Paris eher das Budgetdefizit verringern statt Steuern weiter zu senken.

Hollande hatte bei seinem Amtsantritt im Mai 2012 versprochen, den Trend am Arbeitsmarkt umzukehren. Dies ist bisher jedoch nicht gelungen. Stattdessen hat sich die Zahl der Arbeitslosen um mehr als eine halbe Million erhöht. Im November hat sich der Negativtrend am französischen Arbeitsmarkt fortgesetzt. Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 Prozent auf den neuen Höchststand von 3,49 Millionen.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen