Futtermittel verteuern GeflügelfleischHühnerriese kündigt Preisplus an

Die Deutschen werden künftig für Brathähnchen, Suppenhühner und Putenbrüste deutlich mehr Geld ausgeben müssen als bisher: Der größte Hähnchenproduzent des Landes sieht sich mit stark steigenden Ausgaben für Futtermittel konfrontiert.
Grillhähnchen, Geflügelwurst und Putengeschnetzeltes werden demnächst deutlich teurer. Die Verbraucher müssten sich auf Preissteigerungen von 15 bis 20 Prozent im Handel einstellen, sagte Peter Wesjohann, Vorstandsvorsitzender des größten deutschen Hähnchenproduzenten PHW.
Verbrauchern dürfte PHW vor allem durch Tiefkühlgeflügel der Marke "Wiesenhof" ein Begriff sein. Als Grund für die zu erwartenden Preisanstiege verwies PHW-Chef Wesjohann auf stark anziehende Rohstoff-, Verpackungs- und Energiepreise.
Rund zwei Drittel der Produktionskosten für ein Hähnchen entfielen auf Futtermittel, erklärte der Lebensmittelproduzent. Bei den Futtermitteln hätten sich die Preise um 50 Prozent erhöht.
Die PHW-Gruppe mit Sitz im niedersächsischen Rechterfeld steigerte ihren Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr 2009/10 um 3,2 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro. Das Geschäftsjahr endet in Rechterfeld jeweils im Juni.