Wirtschaft
Es sah bereits so aus, als würde Lagarde um einen Prozess in der Tapie-Affäre herumkommen.
Es sah bereits so aus, als würde Lagarde um einen Prozess in der Tapie-Affäre herumkommen.(Foto: REUTERS)

Millionenzahlung an Adidas-Investor: IWF-Chefin Lagarde wird Prozess gemacht

Mehr als 400 Millionen Euro erhielt der Geschäftsmann Tapie einst vom französischen Staat als Entschädigung für einen schlechten Aktiendeal. Das erboste viele Franzosen und hat nun juristische Folgen für die damalige Finanzministerin und heutige IWF-Chefin.

Der Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, soll wegen einer Finanzaffäre in Frankreich der Prozess gemacht werden. Die frühere französische Finanzministerin solle sich in der sogenannten Tapie-Affäre vor dem Gerichtshof der Republik in Paris verantworten, verlautete aus Justizkreisen.

Lagarde war im August 2014 in der Affäre um eine staatliche Entschädigungszahlung für den umstrittenen Geschäftsmann Bernard Tapie von mehr als 400 Millionen Euro formell beschuldigt worden. Die Ermittler werfen ihr vor, als damals verantwortliche Finanzministerin "nachlässig" gehandelt zu haben.

Zwar beantragte der zuständige Staatsanwalt im September eine Einstellung des Verfahrens gegen die IWF-Generaldirektorin. Die Ermittlungskammer des Gerichtshofs der Republik folgte diesem Antrag aber nicht und ordnete nun einen Prozess gegen Lagarde an.

Die IWF-Chefin kündigte an, Rechtsmittel gegen diese Entscheidung einzulegen. Der IWF in Washington drückte Lagarde sein "Vertrauen" aus.

Quelle: n-tv.de

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