Wirtschaft
Schwieriger Investor: Carl Icahn.
Schwieriger Investor: Carl Icahn.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Stress für Unternehmensführung: Icahn mischt bei Hertz mit

Mit Carl Icahn ist nicht gut Kirschen essen. Diese Erfahrung wird nun auch das Management des Autoverleihers Hertz machen, denn der US-Großinvestor ist nun mit im Boot. Icahn hält von der derzeitigen Konzernspitze nicht viel.

Carl Icahn hat sein nächstes Unternehmen im Visier: Der US-Großinvestor teilte mit, er habe einen Anteil von 8,48 Prozent an dem kriselnden Autoverleiher Hertz übernommen. In die Führung des Unternehmens habe er wenig Vertrauen, ließ er verlauten. Wenn nötig, werde er einen Sitz im Verwaltungsrat von Hertz fordern.

Icahn ist dafür bekannt, sich aktiv in die Strategie der Unternehmen einzumischen, an denen er sich finanziell beteiligt. Den Computerbauer Dell wollte er daran hindern, von der Börse zu gehen, Apple wollte er zum Aktienrückkauf zwingen. Von Ebay verlangt er eine Abspaltung des Bezahldienstes Paypal.

Nach Icahns Ansicht ist Hertz "unterbewertet". Er strebe "Gespräche" mit der Unternehmensführung an. Hertz hatte am Dienstag seine Gewinnprognose für dieses Jahr kassiert. Im März, bei der Vorlage der Bilanz für das Jahr 2013, hatte das Unternehmen einen Umsatz zwischen 11,4 und 11,7 Milliarden Dollar für dieses Jahr vorausgesagt. Dieses Ziel werde nicht erreicht, der Umsatz werde "weit unter der Spanne" liegen, hieß es nun. Im Juni hatte Hertz mitteilen müssen, dass wegen "Bilanzierungsfehlern" die Ergebnisse der vergangenen drei Jahre korrigiert werden müssen.

Auf Autorückruf-Welle nicht vorbereitet

Das Unternehmen nannte als einen Grund die vielen Rückrufe von Autoherstellern in den USA, was die Verfügbarkeit an Mietwagen einschränke. Analysten der Deutschen Bank schrieben dazu, die Rückrufe seien ein Problem für die ganze Branche - es scheine, Hertz sei darauf "in einem enormen Ausmaß" weniger vorbereitet als die Konkurrenz.

Zum Einstieg und zu den Forderungen Icahns erklärte das Unternehmen, Verwaltungsrat und Geschäftsführung "schätzen die Meinung aller Aktionäre und befürworten einen konstruktiven Dialog". Jeder bei Hertz konzentriere sich aber derzeit auf die "jüngsten Probleme des Unternehmens".

Quelle: n-tv.de

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