Montag, 31. August 2009
Aufwind auf dem Subkontinent: Indiens Wachstum zieht an
Angetrieben wurde die Wirtschaft von einem kräftigen Wachstum bei Industrie, Bergbau oder Dienstleistern. Experten erwarten, dass dieser Schwung den erwarteten Einbruch in der Landwirtschaft im weiteren Verlauf des Jahres ausgleicht.
Der Regenmangel droht zur Belastung für die indische Wirtschaft zu werden. In diesem Jahr regnet es so wenig wie seit 1972 nicht mehr. 40 Prozent des Landes sind von einer Dürre betroffen. Immer noch ist Indien stark von der Landwirtschaft abhängig, und einige Experten befürchten einen Einbruch des Wachstums, weil Ernten ausfallen.
Die Notenbank schätzt diese Gefahr aber geringer ein; der schwache Monsun dürfte vielmehr die Inflation nach oben treiben. Mitte August kosteten Lebensmittel 13,3 Prozent mehr als vor Jahresfrist, während die Großhandelspreise bereits den elften Monat in Folge fielen.
Die Notenbank erwartet für das Geschäftsjahr 2009/2010 ein Wachstum von mindestens sechs Prozent; das Finanzministerium stellte vergangene Woche für das kommende Jahr einen Zuwachs von acht Prozent in Aussicht. In den zwölf Monaten bis Ende März war die indische Wirtschaft mit 6,7 Prozent so wenig gewachsen wie seit sechs Jahren nicht mehr.
wne/rts
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