Wirtschaft
Umbau bringt Erfolge.
Umbau bringt Erfolge.(Foto: picture alliance / dpa)

Vorstandschef zufrieden: Infineon startet robust ins Geschäftsjahr

Früher ein Sorgenkind, heute ein Vorzeigeunternehmen: Infineon startet besser ins Geschäftsjahr als erwartet. Der Halbleiterkonzern profitiert weiter von Kunden in der Autobranche. An der Jahresprognose wird nicht gerüttelt.

Der Halbleiterkonzern Infineon macht weiterhin glänzende Geschäft mit Mikrochips für die Automobilindustrie. Im abgelaufenen Quartal legte der Umsatz binnen Jahresfrist um 38 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro zu, auch bedingt durch die Übernahme von International Rectifier (IR), wie das Dax-Unternehmen mitteilte. Der Gewinn kletterte um 12 Prozent auf 152 Millionen Euro, deutlich mehr als Analysten erwartet hatten. Die operative Marge ging allerdings leicht auf 14,1 Prozent zurück.

"Unser Geschäft hat sich im abgelaufenen Quartal besser entwickelt als erwartet", sagte Vorstandschef Reinhard Ploss. "Insbesondere im Automobilgeschäft sind wir erfolgreich." Den Margenschwund erklärte er mit Währungseffekten und Aufwendungen im Zusammenhang mit der IR-Übernahme.

Infineon hat sich in den vergangenen Jahren vom Sorgenkind zum Vorzeigeunternehmen der deutschen Elektronikindustrie entwickelt. Ploss und sein Vorgänger Peter Bauer entkoppelten die frühere Siemens-Tochter von den tückischen Zyklen der Halbleiterindustrie und richteten den Konzern als Zulieferer für Autobauer, die Industrie und die Sicherheitstechnik aus. Vor einem Jahr übernahm Infineon dann inmitten der Branchenkonsolidierung den US-Energiechipspezialisten IR für rund 3 Milliarden Euro.

Jahresprognose bekräftigt

Während in den Segmenten Industrie, Energietechnik und Sicherheitschips die Einnahmen im Weihnachtsquartal saisonal leicht schrumpften, blieb der Umsatz mit den Autobauern und ihren Zulieferern auf konstant hohem Niveau. "Unsere Lösungen für Fahrerassistenzsysteme sorgen weiterhin für Wachstum. Auch das Thema Elektromobilität gewinnt spürbar an Fahrt", erklärte Ploss.

Die Jahresprognose wurde bekräftigt. Der Umsatz soll im Jahresvergleich um 13 Prozent zulegen mit einer Bandbreite von plus oder minus 2 Prozentpunkten. 2014/15 hatte Infineon 5,8 Milliarden Euro erzielt. In der Mitte der Umsatzspanne wird die Marge des Segmentergebnisses voraussichtlich 16 Prozent erreichen, was einen leichten Anstieg im Vergleich zur Vorjahresmarge von 15,5 Prozent bedeutet. Dabei unterstellt Infineon einen Euro-US-Dollar-Wechselkurs von 1,10.

Quelle: n-tv.de

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