Wirtschaft
Unerwartet gut fallen die Quartalszahlen von Inineon aus.
Unerwartet gut fallen die Quartalszahlen von Inineon aus.(Foto: picture alliance / dpa)

Jahresprognosen angehoben: Infineon heben nach Zahlen ab

Schwankungen in der Chipbranche sind eher die Regel als die Ausnahme. Die Geschäftszahlen werden daher mit den Vorquartalen verglichen - und da kann Infineon gleich doppelt punkten. Die Anleger reagieren sofort.

Infineon hat im zweiten Geschäftsquartal von einer soliden Nachfrage aus der Industrie profitiert und schaut nun zuversichtlicher auf das Gesamtjahr. Der Vorstand des Chipherstellers rechnet nun im Gesamtjahr mit einem Anstieg von Umsatz und Rendite auf "Werte mindestens am oberen Ende der bislang prognostizierten Spannen", wie das Dax-Unternehmen mitteilte. Die Anleger sind zufrieden, der Kurs stieg deutlich um mehr als 5 Prozent auf 8,62 Euro, den höchsten Stand seit fast vier Wochen.

"Das Geschäft läuft auf Hochtouren und das Unternehmen profitiert von einer anhaltend starken Nachfrage", schrieb DZ Bank Analyst Harald Schnitzer in einem Kommentar. Infineon sei in einer exzellenten Position, um auch in den nächsten Quartalen überproportional zu wachsen.   

Gewinnsprung

Infineon hat bisher ein Erlöswachstum von sieben bis elf Prozent und eine operative Marge von 11 bis 14 Prozent in Aussicht gestellt. Mit einem Quartalsumsatz von 1,05 Milliarden Euro und einem operativen Ergebnis von 146 Milllionen Euro übertraf der Konzern die Analystenerwartungen, die im Schnitt bei 1,04 Milliarden Umsatz und 129 Millionen Euro Betriebsgewinn gelegen hatten.

Deutliches Wachstum auch unterm Strich

Neben dem Umsatzwachstum machte sich hier ein Sondereffekt aus einer geänderten Vorratsbewertung positiv bemerkbar, der 25 Millionen Euro zum Ergebnis beitrug. Unter dem Strich blieben 124 Millionen Euro nach 87 Millionen im ersten Quartal. Wegen der hohen Schwankungsanfälligkeit des Chipgeschäfts durch konjunkturelle Einflüsse ist in der Branche der Vergleich mit Vorquartals- und nicht Vorjahreszahlen üblich.

Der Konkurrent Texas Instruments konnte im abgelaufenen Quartal zwar nur einen leichten Umsatzzuwachs, aber dafür einen beträchtlichen Gewinnsprung verbuchen.  Der US-Chipgigant konzentriert sich auf integrierte Prozessoren, die beispielsweise in Autos oder Industrieausrüstungen zum Einsatz kommen.

Quelle: n-tv.de

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