Dicke Bündel unterm KopfkissenInflation ängstigt Deutsche
In den Köpfen der Bundesbürger entfalten Krisenpakete, Staatsschulden und zähflüssige Regulierungsbemühungen eine ganz eigene Wirkung. Die Mehrheit der Sparer fürchtet sich vor einem bevorstehenden Wertverfall des Geldes. An ihrer Anlagestrategie wollen sie aber offenbar vorerst nichts verändern.
Die EU-Schuldenkrise schürt in Deutschland Inflationsängste: Drei von vier Bundesbürgern sorgen sich derzeit um die Stabilität des Euro. Das zumindest geht aus einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Puls hervor. Auf die Wahl ihrer Geldanlage habe die Angst vor einer Geldentwertung allerdings kaum Einfluss, berichteten die Marktforscher.
Lediglich 22 Prozent der befragten Bundesbürger gaben an, sie reagierten mit einer veränderten Geldanlagestrategie auf die gefühlte Bedrohung. Davon wollen 37 Prozent ihr Geld kurzfristig als Tagesgeld parken, 32 Prozent haben vor, ihr Geld in Immobilien zu stecken. 25 Prozent investierten in Edelmetalle.
Vor allem Männer suchten verstärkt nach inflationssicheren Anlageformen. Frauen bevorzugten hingegen eher das traditionelle Sparbuch (17 Prozent) oder wollten ihr Erspartes "unter dem Kopfkissen" (14 Prozent) horten. Bei Männern liege dieser Anteil bei 7 Prozent. Die Marktforscher hatten rund 2000 Menschen in ganz Deutschland befragt.