Wirtschaft

Staatsanleihen auf dem Einkaufszettel: Japan lockert Geldpolitik

Die japanische Notenbank lockert ihre Geldpolitik. Die Bank of Japan kündigt den weiteren Kauf von Staatsanleihen an. Das aktuelle Programm zum Bond-Erwerb wurde um netto fünf Billionen Yen aufgestockt. Den Leitzins rührt die BOJ nicht an.

Spiegelbildlich: Einkaufszentrum in Tokio
Spiegelbildlich: Einkaufszentrum in Tokio(Foto: AP)

Die japanische Zentralbank lässt die Zügel weiter locker. Sie kündigte eine Aufstockung des Programms zum Kauf von Anleihen an: Durch Veränderungen der Volumina anderer Geldmarkt-Töpfe hob die BOJ das Gesamtprogramm zum Ankauf von Staatsanleihen um insgesamt fünf Billionen auf 70 Billionen Yen (rund 653 Mrd. Euro) an.

Wie erwartet ließ die Zentralbank den Zinssatz unverändert bei nahe null. Erwartet wird noch der halbjährliche Konjunkturbericht der Notenbank. Die Wirtschaftsprognose dient als Grundlage für weitere geldpolitische Entscheidungen.          

Industrie zieht an

Wie die Regierung bekanntgab, ist die japanische Industrieproduktion im März gestiegen. Zum Vormonat zog die Produktion nach vorläufigen Zahlen um saisonbereinigt 1,0 Prozent an. Die vom Industrieministerium befragten Unternehmen rechnen für April mit einem weiteren Anstieg um ein Prozent, bevor die Produktionsleistung im Mai um 4,1 Prozent zurückgehen dürfte. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im März im zweiten Monat in Folge um 0,2 Prozent nach 0,1 Prozent im Vormonat.

Die Arbeitslosenquote lag auch im März unverändert bei 4,5 Prozent. Allerdings verbesserten sich die Aussichten für die Arbeitssuchenden, einen Job zu finden: Auf 100 Menschen, die offiziell eine Beschäftigung suchten, entfielen im Berichtsmonat 76 offene Stellen. Im Vormonat waren es noch 75 Stellen gewesen.

Quelle: n-tv.de

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