Wirtschaft
Seit rund 20 Jahren wächst Japans Wirtschaft kaum
Seit rund 20 Jahren wächst Japans Wirtschaft kaum(Foto: picture alliance / dpa)

Nach Mehrwertsteuerschock: Japan schleppt sich aus der Rezession

Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt wächst wieder. Doch die jüngsten Zahlen zum japanischen Wirtschaftswachstum lösen bei Ökonomen keine Freude aus. Sie sind skeptisch, ob es gelingen kann, die Wirtschaft bald in Schwung zu bringen.

Japans Wirtschaft ist im Schlussquartal 2014 gewachsen, allerdings schwächer als erwartet. Wie die Regierung am Montag auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Das entspricht einer hochgerechneten Jahresrate von 2,2 Prozent.

Es ist das erste Mal seit drei Quartalen, dass die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt wieder zugelegt hat. In Folge einer Anhebung der Mehrwertsteuer zum 1. April 2014 war Japan in den beiden folgenden Quartalen in eine Rezession abgerutscht.

Ökonomen hatten im Durchschnitt für das vergangene Quartal mit einem Wachstum von etwa 3,6 Prozent gerechnet. Die langsame Erholung zeigt nach Ansicht von Analysten wie schwierig es für die Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe weiterhin ist, Japan aus 20 Jahren Stagnation zu herauszuholen.

Zwar hatte sich der Yen im vergangenen Jahr in Folge einer drastischen Lockerung der Geldpolitik rasant abgeschwächt, was Exportunternehmen wie Toyota zu höheren Gewinnen verhalf. Zugleich erhöhte die abgeschwächte Währung aber die Importkosten und dämpfte zusätzlich zur Mehrwertsteuererhöhung die Stimmung der Verbraucher.

Manche Ökonomen sind skeptisch, ob die Binnennachfrage in den nächsten Monaten deutlich zulegen wird. Der private Konsum, der in Japan zu rund 60 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes beiträgt, legte im vierten Quartal 2014 im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 Prozent zu. Die Unternehmensinvestitionen erhöhten sich um 0,1 Prozent, hieß es.

Quelle: n-tv.de

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