Wirtschaft
Saisonales Geschäft: Lammfleisch gab es früher nur im Frühling.
Saisonales Geschäft: Lammfleisch gab es früher nur im Frühling.(Foto: dpa)

Ungewöhnlich kurz vor Ostern: Lamm-Preise geben nach

Im Fleischgroßhandel blicken Agrarexperten auf eine bemerkenswerte Entwicklung: Die Preise für Lammfleisch nähernsich pro Kilo Schlachtgewicht der 5-Euro-Marke an - und das kurz vor dem traditionellen Höhepunkt im Lammgeschäft.

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Erstmals seit sechs Jahren ist der Preis für Lammfleisch kurz vor den Osterfeiertagen im Jahresvergleich wieder gefallen. Mitte März bekamen Schäfer 5,17 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht, zur selben Zeit im vergangenen Jahr waren es 19 Cent mehr.

Von Anfang 2007 bis März 2012 war der Preis von 3,82 Euro um 40 Prozent auf 5,36 Euro gestiegen, wie die Agrarmarkt-Informations-Gesellschaft (AMI) mitteilte. Der Preis sei in den vergangenen Wochen wegen der höheren Nachfrage vor Ostern wieder leicht nach oben gegangen.

Nach Angaben der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände wird die Hälfte des Lammfleisches importiert. Ein Großteil kommt aus Neuseeland. In Deutschland ist die Lammfleisch-Nachfrage von starken saisonalen Schwankungen gekennzeichnet. Zum christlichen Osterfest zählen Lamm-Gerichte hierzulande seit jeher zu den traditionellen Festtagsbraten.

In der kirchlichen Symbolik ist das Lamm als klassisches Opfertier fest mit dem Osterfest verbunden, weil es für das Opfer Christi am Kreuz steht.

Einen natürlichen Ursprung hat der traditionelle Lammbraten in längst vergangenen Angebotsmustern: Lammfleisch war auf der Nordhalbkugel früher nur im Frühjahr erhältlich - Schafe gebären ihren Nachwuchs in der Regel gegen Ende des Winters. Erst das globale Exportgeschäft und die Lagerung in Kühlhäusern ermöglichen ein ganzjähriges Angebot an Lammfleisch.

Quelle: n-tv.de

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