Wirtschaft
Das neue Surface Pro 3 bringt für Microsoft langsam Schwung in das Tablet-Geschäft. Künftig setzen auch die Lufthansa-Piloten und -Kopiloten das Gerät als digitalen Pilotenkoffer ein. Foto: Boris Roessler
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Cockpit lässt die Muskeln spielen: Lufthansa-Piloten streiken ab Montagmittag

Passagiere der Lufthansa brauchen in den nächsten beiden Tagen viel Geduld: Die Pilotengewerkschaft Cockpit ruft ihre Mitglieder zum Arbeitskampf auf. Betroffen sind Mittelstrecken- und Langstreckenflüge.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat für den kommenden Montag und Dienstag zu einem neuen Streik bei der Lufthansa aufgerufen. Der Arbeitskampf solle am Montagmittag auf Kurz- und Mittelstreckenflügen beginnen und am Dienstag auch Langstreckenflüge betreffen, teilte Cockpit mit. Die Tochter Germanwings sei nicht betroffen.

In mehreren Verhandlungsrunden seit dem letzten Streik im Oktober hätten "keine echten Fortschritte" erzielt werden können, hatte Cockpit-Sprecher Jörg Handwerg.am Freitag gesagt. Es gehe dem Management nicht um Lösungen, sondern darum, "ein autokratisches Führungsmodell" durchzusetzen. Die Fluggesellschaft habe leider die Kompromissvorschläge der Gewerkschaft nicht aufgegriffen und beharre auf "Maximalforderungen".

Im Mittelpunkt des seit Monaten schwelenden Tarifkonflikts steht die sogenannte Übergangsversorgung, die es bislang noch etwa jedem zweiten der 10.000 Piloten des Konzerns erlaubt, ab dem Alter von 55 Jahren in den bezahlten Frühruhestand zu gehen. Sie erhalten in der Übergangszeit bis zur gesetzlichen Rente bis zu 60 Prozent ihrer Bezüge. Die Lufthansa will die Altersgrenze anheben, Cockpit lehnt dies ab und machte mehrfach mit Streiks Druck.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte noch am vergangenen Montag in einem Zeitungsinterview die Hoffnung auf eine baldige Einigung in dem Konflikt geäußert. Er sprach vom "härtesten Arbeitskampf in der Geschichte" der Lufthansa. Die wiederholten Pilotenstreiks der vergangenen Monate kosteten die Lufthansa nach eigenen Angaben bereits rund 170 Millionen Euro.

Quelle: n-tv.de

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