Wirtschaft

"Als alltagstauglich erwiesen": Lufthansa testet Biosprit

Mit dem testmäßigen Einsatz von Biosprit ist man bei der Lufthansa zufrieden. Bei den 1187 Biofuel-Flügen 1471 Tonnen Kohlendioxid eingespart worden, heißt es. Der Testlauf läuft in der Mitte dieses Monats aus. Ein Dauereinsatz von Biosprit ist noch nicht in Sicht.

Eine Boeing 747-400 wird mit Biosprit von Frankfurt nach Washington fliegen.
Eine Boeing 747-400 wird mit Biosprit von Frankfurt nach Washington fliegen.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Nach erfolgreichen innerdeutschen Testflügen mit Biosprit will die Deutsche Lufthansa den alternativen Treibstoff auf einem Transatlantikflug verwenden. Vom Dauereinsatz in den Flugzeugen der größten europäischen Airline sei man aber noch weit entfernt, hieß es. Der Test läuft wie geplant Mitte Januar aus.

Der erste Linienflug in die USA mit biosynthetischem Treibstoff sei für den 12. Januar von Frankfurt nach Washington geplant, berichtete das Dax-Unternehmen. Der Jumbo-Jet vom Typ Boeing 747-400 werde allein bei diesem Flug 38 Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxids weniger ausstoßen als beim Einsatz herkömmlichen Kerosins.

Die Lufthansa hat den beigemengten Sprit aus nachwachsenden Rohstoffen seit dem 15. Juli 2011 in einem Airbus A321 getestet, der zwischen Frankfurt und Hamburg pendelte. Nach ersten Berechnungen seien bei den 1187 Biofuel-Flügen 1471 Tonnen CO2 eingespart worden. Insgesamt wurden 1556 Tonnen Biokerosingemisch verbraucht. Der Biokraftstoff habe sich als alltagstauglich erwiesen, erklärte Lufthansa-Experte Joachim Buse.

Kritik der Umweltschützer

Der Praxiseinsatz werde erst fortgesetzt, wenn die für den Routinebetrieb erforderlichen Rohstoffe in ausreichender Menge zur Verfügung stünden. Sie müssten nachhaltig produziert und zertifiziert werden, meinte Projektleiter Buse.

Das Rohmaterial für den im Langzeittest eingesetzten Biosprit stammte laut Lufthansa aus den USA, Finnland und Indonesien. Umweltschützer hatten das Verfahren deswegen kritisiert. Nunmehr schließt sich eine zweijährige Forschungsphase an, in der die gewonnen Daten ausgewertet werden sollen.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen