Offenbar keine Klage Mehdorn kann aufatmen
Der ehemalige Bahnchef Hartmut Mehdorn hat einem Magazinbericht zufolge gute Chancen, einer Schadensersatzklage wegen der Datenaffäre in dem Unternehmen zu entgehen.
Der ehemalige Bahnchef Hartmut Mehdorn hat einem Magazinbericht zufolge gute Chancen, einer Schadensersatzklage wegen der Datenaffäre in dem Unternehmen zu entgehen.
Wirtschaftsprüfer von Pricewaterhouse-Coopers (PWC) kämen zum Schluss, dass trotz Verstößen gegen Gesetze und Richtlinien ein aktienrechtliches Verschulden des Vorstands nicht festgestellt werden könne, berichtet der "Spiegel". Ein Klage habe danach mit "überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Aussicht" auf Erfolg. Grund sei, dass eine aktive Mitarbeit der Vorstände bei den Verstößen nicht auszumachen sei.
Ein Bahn-Sprecher wollte sich am Samstag zu dem Bericht nicht äußern. Der Bahn-Aufsichtsrat hatte PWC dem Bericht zufolge zur Prüfung der Klagechancen beauftragt. Aufsichtsratschef Werner Müller hatte allerdings schon im Mai erklärt, er sehe keine Grundlage für Schadenersatzforderungen.
Der langjährige Bahnchef Hartmut Mehdorn und Vorstandskollegen waren im Frühjahr wegen der Kontrollen von Mitarbeiterdaten und E- Mails im Namen der Korruptionsbekämpfung gestürzt. Auch die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt in der Sache.