Wirtschaft
Merck geht eine strategische Allianz mit Pfizer ein.
Merck geht eine strategische Allianz mit Pfizer ein.(Foto: picture alliance / dpa)

Bei Tumor-Antikörper: Merck kooperiert mit Pfizer

Merck entwickelt einen Krebs-Antikörper. Nun will der Darmstädter Dax-Konzern mit dem US-Pharmariesen Pfizer zusammenarbeiten, um unter anderem einen schnelleren Zugang zum US-Markt zu erlangen.

Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck arbeitet künftig mit dem US-Wettbewerber Pfizer bei der Entwicklung und Vermarktung eines Krebs-Antikörpers zusammen. Grundlage der Allianz ist ein Antikörper aus der Forschung der Merck KGaA, der zurzeit zur potenziellen Behandlung unterschiedlicher Tumorarten in der Entwicklung ist. Von der Zusammenarbeit erhofft sich der Darmstädter Dax-Konzern einen schnelleren Zugang zu dem amerikanischen Onkologie-Markt.

Aus der strategischen Allianz erhält Merck zunächst eine Vorauszahlung in Höhe von 850 Millionen US-Dollar. Beim Erreichen bestimmter Meilensteine fließen dem Unternehmen weitere Zahlungen von bis zu 2 Milliarden Dollar zu, wie Merck mitteilte. Alle anfallenden Entwicklungs- und Markteinführungskosten sowie alle Umsätze, die im Rahmen dieser Zusammenarbeit erwirtschaftet werden, sollen geteilt werden.

Die beiden Unternehmen werden darüber hinaus ihre Ressourcen und Expertise bündeln, um einen Anti-PD-1-Antikörper von Pfizer in Phase-1-Studien zu überführen. Zudem werde Merck im Rahmen eines Co-Marketing-Abkommens Xalkori, ein Medikament für das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom, in den USA und verschiedenen anderen Schlüsselmärkten vertreiben, hieß es weiter.

Wegen der Vorauszahlung an Merck musste Pfizer die Jahresgewinnprognose senken. Der Pharmakonzern erwartet im Gesamtjahr nun einen Gewinn in der Spanne von 1,40 bis 1,49 Dollar je Aktie und damit 10 Cent weniger als bislang. Alle anderen Aspekte des Ausblicks bleiben davon unberührt, teilte Pfizer separat mit.

Quelle: n-tv.de

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