Wirtschaft

Aktionäre reiben sich die Hände: Metro steigert Gewinn

Metro blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Der Gewinn legt kräftig zu, die Dividende wird erhöht. Den Löwenanteil verdient Metro im wichtigen vierten Quartal, in welches das Weihnachtsgeschäft fällt

(Foto: REUTERS)

Der Handelsriese Metro will nach dem 2010 erreichten Gewinnsprung und einer deutlich erhöhten Dividende weiter zulegen. Der Umsatz soll 2011 steigen, der operative Gewinn vor Sonderfaktoren soll um rund zehn Prozent in die Höhe schießen, teilte Metro mit. Voraussetzung sei aber, dass das wirtschaftliche Umfeld sich nicht durch die Auswirkungen des Bebens in Japan und die politischen Unsicherheiten um die Entwicklung in Nordafrika verschlechtert. Die Investitionen will Metro auf 2,2 Mrd. Euro in die Höhe schrauben, über 110 neue Märkte sollen eröffnet werden.

Im vierten Quartal mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft erreichte die Metro einen operativen Gewinn (Ebit) vor Sonderfaktoren von 1,5 Mrd. Euro, nach Sonderfaktoren waren es 1,4 Mrd Euro. Der Gewinn nach Minderheiten verdoppelte sich fast auf 673 Mio. Euro. Im Gesamtjahr erzielte der Konzern damit ein Rekordergebnis, das Ebit vor Sonderfaktoren legte um knapp 20 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro zu.

Die Aktionäre sollen für 2010 eine deutlich auf von 1,18 auf 1,35 Euro erhöhte Dividende erhalten, mehr als von Analysten erwartet. Beim Umsatz hatte Metro 2010 keine großen Sprünge machen können. Vor allem der Wintereinbruch vor Weihnachten sorgte dafür, dass die Kassen nicht so oft klingelten wie erhofft.

Einen Gewinnsprung verzeichnete das langjährige Sorgenkind Real. Die Kette verzeichnete 2010 einen operativen Gewinn vor Sonderfaktoren von 132 Mio. Euro. Real kann nun auf einen Verbleib unter dem Konzerndach der Metro hoffen. Das gilt auch für die Tochter Kaufhof, die für Cordes nicht mehr zum Kerngeschäft gehört. In beiden Fällen dürfte die Metro aber schwach werden, wenn ein Investor ausreichend Geld für die Ketten auf den Tisch legt.

Wachsen will der Konzern 2011 in Asien. Die Metro wagt deshalb mit ihrer Großmarktkette Cash&Carry wie bereits in der vergangenen Woche angekündigt den Sprung nach Indonesien. Metro-Konkurrent Carrefour setzt ebenfalls auf die Expansion im Ausland. Allein in den Schwellenländern will der französische Konzern 2011 rund 800 neue Geschäfte eröffnen. Auch Carrefour will zudem die Kosten drücken: Die weltweite Nummer Zwei der Branche nach dem US-Rivalen Wal-Mart steckt mitten in einem auf drei Jahre angelegten Sparplan. Metro konnte 2010 die Kosten durch Einsparungen um über 500 Mio. Euro drücken.

Quelle: n-tv.de

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