Wirtschaft

100-Millionen-Euro-Fonds: Mikrokredite für Unternehmen

Bundesarbeitsminister Olaf Scholz will Kleinunternehmen in der Wirtschaftskrise mit Mikrokrediten helfen. Dafür soll ein Fonds mit einem Volumen von 100 Mio. Euro aufgelegt werden, aus dem kleine Firmen jeweils Darlehen von maximal 20.000 Euro erhalten können.

Engagierte JungunternehmerInnen dürfen sich freuen.
Engagierte JungunternehmerInnen dürfen sich freuen.(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Das geht aus einem Eckpunktepapier des Ministeriums hervor, das der Nachrichtenagentur AFP vorlag. Das Geld soll vor allem für junge Unternehmer und Firmen gedacht sein, die von Frauen oder Ausländern geführt werden.

Das Geld soll solchen Firmen helfen, die wegen der Finanzkrise kein Geld mehr von ihrer Hausbank bekommen. Der 100-Millionen-Euro-Fonds soll parallel dazu dienen, für die Ausfälle der Mikrokredite anderer Anbieter zu bürgen. Der Fonds soll somit nach dem Willen des Ministeriums helfen, in Deutschland ein Netzwerk von Mikrokredit-Anbietern aufzubauen. Die Kleinkredite könnten demnach etwa von Gründerzentren, Genossenschaften oder Unternehmensberatungen vergeben werden.

Diese Stellen sollen dabei als Mittler zwischen einer Bank und dem Kreditnehmer agieren und die Kreditvergabe prüfen und erleichtern. Die ersten Mikrokredite sollen schon zu Beginn des kommenden Jahres vergeben werden können. Der Fonds soll bis zum Jahr 2017 laufen. Laut einem Sprecher des Arbeitsministeriums ist für das Vorhaben kein eigenes Gesetz nötig. Die Maßnahme werde vor allem aus EU-Mitteln finanziert und solle unabhängig von der Bundestagswahl beginnen.

Quelle: n-tv.de

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