Wirtschaft
Italien hat zuletzt zu historisch niedrigen Zinsen Geld am Anleihemarkt getankt.
Italien hat zuletzt zu historisch niedrigen Zinsen Geld am Anleihemarkt getankt.(Foto: picture alliance / dpa)

Trotz politischer Unsicherheit und Rekordschulden: Moody's hebt Ausblick für Italien an

Italien galt lange wegen seines Schuldenbergs als Wackelkandidat in der Eurozone. Bonitätswächtern zufolge hat sich die Lage der drittgrößten Volkswirtschaft inzwischen stabilisiert. Der Rücktritt des bisherigen Regierungschefs ändert nichts daran.

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Italien muss nicht mehr mit der Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit durch Moody's befürchten. Im Gegenteil: Die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone kann sogar auf eine bessere Bonitätsnote hoffen, denn die Ratingagentur erhöhte den Ausblick von "Negative" auf "Stable" – und das trotz der neuerlichen politischen Unsicherheit. Die aktuelle Bonitätsnote bleibt gleichzeitig bei "Baa2". Dies sind zwei Stufen über dem sogenannten Ramschniveau.

Der italienische Schuldenstand wird laut Moody's in diesem Jahr mit knapp unter 135 Prozent im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt seinen Höhepunkt erreichen. Moody's geht davon aus, dass Italien die Politik der Haushaltskonsolidierung fortsetzen wird. An dieser Einschätzung ändere auch die sich abzeichnende Übernahme des Postens des Premierministers durch Matteo Renzi nichts. Der bisherige Premierminister Enrico Letta hatte am Freitag den Rücktritt beim Staatspräsidenten eingereicht.   

Renzi lässt hoffen

Moody's verweist auch auf die niedrigen Kosten für den italienischen Schuldendienst. Das Land hatte sich zuletzt zu historisch niedrigen Zinsen Kapital am Anleihemarkt aufnehmen können. Die mit Renzi verbundenen Hoffnungen hatten die Risikoaufschläge für italienische Anleihen sogar weiter gedrückt.    

Zudem hätten die Ansteckungsgefahren durch die Eurokrise für Italien nachgelassen. Die wirtschafliche Situation in Eurokrisenländern wie Portugal, Spanien und Irland habe sich verbessert. Italien sei schließlich nach Deutschland und Frankreich der drittgrößte Anteilseigner an den Rettungsschirmen. Auch die Risiken aus dem Bankensektor hätten nachgelassen.    

Die Ratingagentur Standard & Poor's gibt Italien mit "BBB" die gleiche Note wie Moody's. Fitch bewertet Italien mit "BBB+" etwas günstiger.

Quelle: n-tv.de

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