Wirtschaft
Im Ausland gefragt: Deutsche Firmen beginnen das neue Jahr überraschend stabil.
Im Ausland gefragt: Deutsche Firmen beginnen das neue Jahr überraschend stabil.(Foto: picture alliance / dpa)

Firmen exportieren mehr: Nachfrage nach "Made in Germany" steigt

Die weltweite wirtschaftliche Erholung ist Treibstoff für die deutschen Exporte. Wichtigste Handelspartner sind erneut die EU-Länder. Bei ihnen kaufen die Firmen auch verstärkt ein. Unter dem Strich sinkt so der Handelsüberschuss leicht.

Getrieben von einer anziehenden Nachfrage aus Europa legen die deutschen Exporteure einen besseren Jahresstart hin als erwartet. Im Januar stiegen die Ausfuhren im Vergleich zum ersten Monat 2013 um 2,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. "Einen stärkeren Anstieg gab es zuletzt im Mai 2012", sagte eine Statistikerin. Ökonomen hatten lediglich mit einem Plus von 1,4 Prozent gerechnet, nachdem es im Dezember noch einen Rückgang um 0,9 Prozent gegeben hatte.

Insgesamt brachten die Unternehmen Waren im Wert von 90,7 Milliarden Euro an ausländische Kunden. Das waren 2,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Besonders stark legten die Exporte in die nicht zur Euro-Zone gehörenden EU-Länder an, zu denen osteuropäische Staaten wie Polen sowie Großbritannien gehören. Hier gab es ein Plus von 9,1 Prozent.

Die Ausfuhren in den gemeinsamen Währungsraum kletterten mit 3,2 Prozent ebenfalls überdurchschnittlich. In alle EU-Länder wurde damit 5,3 Prozent mehr exportiert. Dagegen sank der Absatz in Länder außerhalb der EU-Länder um 0,4 Prozent.

BAG rechnet mit Jahresplus

Für das Gesamtjahr rechnet der Branchenverband BGA mit einem Wachstum von drei Prozent. Im vergangenen Jahr waren die Exporte noch leicht geschrumpft.

Wie es weiter hieß, zogen zu Jahresbeginn die Einfuhren um 4,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat an und damit deutlicher als die Exporte. Analysten hatten hier lediglich mit einem Plus von 1,3 Prozent gerechnet. Insgesamt wurden Waren im Wert von 75,7 Milliarden Euro eingekauft. Vor allem in der Eurozone kauften die Firmen mehr ein. Dagegen sanken die Importe aus Nicht-EU-Ländern.

Der Handelsüberschuss - die Differenz zwischen Aus- und Einfuhren - lag bei 15 Milliarden, saison- und kalenderbereinigt bei 17,2 Milliarden Euro. Ökonomen hatten mit einem Aktivsaldo von 16,5 Milliarden Euro gerechnet. Im Dezember hatte der Außenhandelsüberschuss bereinigt noch 18,3 Milliarden Euro betragen. 

Quelle: n-tv.de

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