Donnerstag, 29. Juli 2010
Am Strand für die Firma büffeln?: Nachwuchs macht Vorschläge
Ein deutscher Wirtschaftsverband fordert von den Arbeitnehmern, ihre Urlaubstage zur Fortbildung zu verwenden. "Jeder muss bereit sein, Urlaubstage für die Weiterbildung zu nutzen", sagte die Chefin des Verbandes der Wirtschaftsjunioren (WJD), Eva Fischer, der "Bild"-Zeitung. Jeder Arbeitnehmer sei verpflichtet, die eigene Attraktivität für die Firma zu steigern. Das Motto müsse deshalb heißen: "Bildung statt Ballermann". Der WJD ist mit 10.000 aktiven Mitgliedern nach eigenen Angaben der bundesweit größte Verband von Unternehmern und Führungskräften unter 40 Jahren.
Der Vorschlag der Wirtschaftsjunioren fiel mit freundlichen Daten zur Lage am deutschen Arbeitsmarkt zusammen. Trotz leichter Sommerflaute gewinnt der Aufschwung dort anscheinend weiter an Tempo. Zwar sei die Zahl der Erwerbslosen im Juli saisonbedingt um 39.000 auf 3.192.000 gestiegen, erklärte ein Sprecher der Bundesagentur für Arbeit (BA). Allerdings waren das immerhin noch 271.000 Erwerbslose weniger als vor einem Jahr. Ohne Saisoneffekte wäre die Arbeitslosigkeit im Juli sogar um 20.000 zurückgegangen, hieß es aus Nürnberg.
Die Zahl der Jobsuchenden ging auf den niedrigsten Juli-Stand seit 18 Jahren zurück. Die Arbeitslosenquote nahm im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Punkte auf 7,6 Prozent zu. Vor einem Jahr hatte sie aber noch bei 8,2 Prozent gelegen.
AFP/dpa
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