Wirtschaft

E-Auto-Produktion möglichOpel Bochum unter Strom

09.07.2010, 12:58 Uhr

Die Zukunft der Automobilindustrie ist elektrisch, die des Opel-Werks Bochum wohl auch. Produktionskapazitäten für den von Stellenabbau geplagten Standort könnte etwa das Ampera-Modell liefern.

opel
Opel Ampera: Produktion in zwei bis drei Jahren in Bochum? (Foto: picture-alliance/ dpa)

Das vor starkem

Personalabbau stehende Bochumer Opel-Werk hat gute Chancen auf zusätzliche

Produktionskapazität durch Elektroautos. Kurzfristig hilft das dem Werk aber

nicht: Die geplante Streichung von 1800 Jobs in Bochum werde durch

Elektroauto-Aufträge nicht abgewendet, sagte Opel-Chef Nick Reilly. "Es

sind ja noch einige Jahre, bis es losgeht und es werden zunächst nicht die

großen Stückzahlen sein."

Aussichten für Bochum gebe

es beim Opel-Elektrofahrzeug Ampera, dessen Produktion 2011 unter dem Namen

Volt in den USA startet und das in zwei bis drei Jahren nach Europa kommen

soll. Das Unternehmen prüfe aber auch einen Elektroantrieb für den Siebensitzer

Zafira, sagte Reilly.

"Elektro-Cluster" in Bochum

"Wenn die elektrische

Version des Zafira kommt, könnte er in Bochum produziert werden - die Chancen

stehen gut dafür." Es gebe aber noch keine Festlegung für europäische

Produktionsstandorte - weder beim Ampera noch bei anderen Wagen. Reilly betonte

die besondere Bedeutung des Umfeldes für den Elektroautostandort. "Wir

brauchen Schulung für Arbeiter und die Ingenieure an den Hochschulen, Training

und Zulieferer", sagte er.

All das könne der Standort

Bochum bieten, sagte der Bochumer Opel-Betriebsratschef Rainer Einenkel. Seit

Jahren hätten sich rund um das Werk Zulieferer und ausgelagerte ehemalige

Opel-Betriebsteile angesiedelt. Sie könnten die Keimzelle für ein neues

Elektro-Cluster bei Opel in Bochum bilden.

Quelle: dpa