Wirtschaft
Ja, was kommt als nächstes? Hilfe oder die Pleite?
Ja, was kommt als nächstes? Hilfe oder die Pleite?(Foto: REUTERS)

Geld für kleine Unternehmen: Osteuropabank will Griechenland helfen

Die Osteuropabank will sich erstmals finanziell in Griechenland engagieren. Eine Delegation ist laut einem Medienbericht vor Ort, um geeignete Projekte zu finden. Zwei Branchen wecken besonderes Interesse. Eine Bedingung für die Hilfe gibt es aber auch.

Die klamme griechische Regierung bekommt auf der Suche nach Geld möglicherweise erstmals Unterstützung von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, kurz Osteuropabank.

Die Bank ist grundsätzlich bereit, der Wirtschaft finanziell unter die Arme greifen. Sie werde sich aber darauf konzentrieren, "dem Privatsektor in Griechenland zu helfen, um zur wirtschaftlichen Erholung des Landes beizutragen", sagte Bank-Präsident Suma Chakrabarti der "Wirtschaftswoche". "Unsere Kredite werden im Rahmen der Verhandlungen vergeben, die Griechenland mit der Eurogruppe führt."

Wie das Magazin weiter berichtet, halten sich Experten der Osteuropabank seit Donnerstag in Athen auf, um in Gesprächen mit der griechischen Regierung geeignete Projekte auszuloten. Die Delegation der Bank interessiert sich vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen sowie Projekte im Infrastruktur- und Energiebereich.

Bisher hatte die Osteuropabank in Griechenland nur technische Hilfe geleistet und Tochtergesellschaften griechischer Unternehmen in Osteuropa mit einem Gesamtbetrag von 2,3 Milliarden Euro unterstützt. Das Volumen des finanziellen Engagements, das zunächst bis Ende 2020 begrenzt wurde, steht dem Bericht zufolge noch nicht fest. Insider würden jedoch davon ausgehen, dass mehr als eine Milliarde Euro zur Verfügung steht.

Die Osteuropabank war 1991 gegründet worden. Ihre Anteile verteilen sich auf 64 Staaten, die EU und die Europäische Investitionsbank.

Quelle: n-tv.de

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