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Wirtschaft

Montag, 26. Oktober 2009

Toter Madoff-Freund im Pool: Pathologen decken auf

Am Ende helfen weder Geld noch Rettungswagen: Unklar ist, ob Picower von dem Mega-Betrug seines Freundes Madoff wusste.

Am Ende helfen weder Geld noch Rettungswagen: Unklar ist, ob Picower von dem Mega-Betrug seines Freundes Madoff wusste.
(Foto: AP)

Der amerikanische Stiftungs-Chef Jeffry Picower ist nach Angaben der US-Behörden nach einer Herzattacke beim Baden in seinem Swimmingpool ertrunken. Der 67-Jährige war einer der größten Investoren des Milliardenbetrügers. Der Insolvenzverwalter von Madoffs Firma hatte Picower allerdings vorgeworfen, illegal Gewinne von rund sieben Milliarden Dollar (4,7 Mrd. Euro) eingestrichen zu haben.

Eine Autopsie habe eine natürliche Todesursache ergeben, teilte die Polizei und der Anwalt von Picowers Familie übereinstimmend mit. Der Anwalt hatte bereits zuvor gesagt, Picower habe Herzprobleme gehabt und an der Parkinson-Krankheit gelitten.

Picowers Frau hatte ihren Mann am Sonntagnachmittag (Ortszeit) im Pool des gemeinsamen Strandanwesens in Palm Beach (Florida) gefunden. Später wurde er in einer Klinik für tot erklärt.

Madoff hatte das Vermögen von Picowers Stiftung verwaltet. Der Insolvenzverwalter hatte Picower mit der Forderung verklagt, die angeblich zu Unrecht erhaltenen Milliarden zurückzuzahlen. Picowers Anwalt sagte US-Medien, die Verhandlungen über einen Vergleich hätten zuletzt Fortschritte gemacht. Der Insolvenzverwalter will die Klage gegen die Stiftung fortführen.

Mit ihrer wohltätigen Stiftung unterstützten Picower und seine Frau zahlreiche US-Organisationen in Forschung, Bildung und im Sozialbereich. Zu den Empfängern gehörte etwa die renommierte Forschungseinrichtung MIT (Massachusetts Institute of Technology).

Der 71 Jahre alte Madoff war Ende Juni zur Höchststrafe von 150 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Weltweit hatte er mit seinem bis zu 65 Mrd. Dollar schweren Schneeball-System tausende Anleger geschädigt.

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dpa

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