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(Foto: AP)

Lyrica wirkt unzureichend: Pfizer stoppt Studien

Es ist ein Schlag ins Kontor für den US-Pharmariesen Pfizer: Sein Medikament Lyrica bringt bei HIV- und Diabetes-Patienten nicht die erhoffte Wirkung. Lyrica sollte zur Behandlung von Schmerzen eingesetzt werden.

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Der US-Pharmakonzern Pfizer hat auf der Suche nach neuen Einsatzmöglichkeiten für sein Medikament Lyrica einen Rückschlag erlitten. Das Unternehmen stoppte klinische Studien mit dem Verkaufsschlager, der bereits zur Behandlung von Schmerzen und Epilepsie-Anfällen verabreicht wird.

Der Umsatz mit Lyrica war im ersten Quartal um 16 Prozent auf 955 Millionen Dollar gestiegen. Bei HIV- und Diabetes-Patienten habe sich aber nicht die erhoffte Wirkung eingestellt, teilte Pfizer mit. Sicherheitsbedenken gebe es bei dem Präparat jedoch nicht. Lyrica sollte zur Behandlung von Schmerzen eingesetzt werden, unter denen HIV- und Diabetes-Kranke durch Nervenschädigungen leiden.

Pfizer spürt wie viele seiner großen Rivalen derzeit die Konkurrenz von Generika-Herstellern. Da Patente von Umsatzgaranten auslaufen, drängen nun Wettbewerber mit günstigeren Nachahmerprodukten auf den umkämpften Markt. Aus diesem Grund engagieren sich die Großkonzerne teils selber auf dem Generika-Markt und arbeiten verstärkt an neuen Medikamenten und Einsatzmöglichkeiten. Das jüngste Ergebnis legt jedoch Zweifel nahe, dass mit Lyrica neue Umsatzquellen erschlossen werden können.

Lyrica sollte bei erfolgreicher Studie auch für die Schmerzbehandlung von Diabetes-Kranken zugelassen werden. Rund 20 Prozent aller Zuckerkranken leiden Pfizer zufolge unter den durch Nervenschäden verursachten Schmerzen. Doch die Wirkung von Lyrica bei neuropathischen Schmerzen habe sich kaum unterschieden von der eines Placebos, erklärte Pfizer. Dies habe die Phase-3-Studie ergeben. Rückschläge in einer solch späten Etappe der Medikamentenentwicklung treffen die Pharmakonzerne empfindlich, weil sie bis dahin bereits viel Geld in die Forschung gesteckt haben.

Quelle: n-tv.de

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