Wirtschaft
Selbst Kanzlerin Angela Merkel gibt es bereits als Playmobil-Figur.
Selbst Kanzlerin Angela Merkel gibt es bereits als Playmobil-Figur.(Foto: picture alliance / dpa)

Prinzessinnen, Schule, Reiterhof: Playmobil baut auf Mädchen

Pferde sollen es richten: Mit speziellen Themenwelten will Playmobil künftig noch mehr Mädchen ansprechen. Mit dem Weihnachtsgeschäft ist man in Zirndorf zufrieden. Erfolge feiert man aber auch außerhalb Deutschlands - ausgerechnet in europäischen Krisenstaaten.

Playmobil sieht bei den Mädchen noch Potenzial als Zielgruppe. "Zwar gibt es meines Wissens nach keine zweite Marke in der Spielwarenwelt, die geschlechterübergreifend so erfolgreich ist wie wir", sagte die Geschäftsführerin des Spielzeugherstellers, Andrea Schauer, der "Welt am Sonntag". "Der Jungenanteil liegt aber noch immer bei 65 Prozent." Mittelfristig solle das Verhältnis nahezu ausgeglichen sein - mit einem leichten Schwerpunkt auf Jungen. "Dazu entwickeln wir rein auf Mädchen fokussierte Sets mit Themen wie Prinzessinnen, Schule oder Reiterhof."

Geschäftsführerin Schauer glaubt, dass Playmobil auch in einer digitalen Welt bestehen kann.
Geschäftsführerin Schauer glaubt, dass Playmobil auch in einer digitalen Welt bestehen kann.(Foto: picture alliance / dpa)

Mit dem Weihnachtsgeschäft zeigte sich der Spielwarenhersteller mit Sitz im mittelfränkischen Zirndorf zufrieden. "Der November war zwar für den gesamten Spielwarenmarkt schlecht, im Dezember geht es aber richtig rund", sagte Schauer. "Das ist ein Trend, der sich in den vergangenen Jahren verfestigt hat." Playmobil liege beim Weihnachtsgeschäft derzeit "im einstelligen Bereich im Plus", sagte Schauer mit Blick auf das prozentuale Umsatzwachstum.

"Kein Auslaufmodell"

"Die Konsumenten verschieben ihre Einkäufe weiter nach hinten Richtung Weihnachten", sagte Schauer. Sie hätten gelernt, dass die Waren auch kurz vor dem Fest noch verfügbar seien, viele Händler dann aber schon die Preise senkten. Playmobil versuche, die Fixierung auf das Weihnachtsgeschäft zu lösen - "indem wir auch unterjährig neue Themenwelten anbieten".

Die Geschäftsführerin hält nach eigenen Worten im zu Ende gehenden Jahr beim Umsatz "ein Plus im mittleren einstelligen Prozentbereich" für möglich. Schauer macht sich auch wegen der zunehmend digitalen Welt keine Sorgen um die Zukunft des Spielwarenherstellers. "Playmobil ist kein Auflaufmodell", sagte Schauer. Kinder bräuchten auch "reale Spielerlebnisse", um sich mit der Welt vertraut zu machen.

Zugelegt hat das Unternehmen ausgerechnet in den europäischen Krisenstaaten. "Wir sind ein Krisengewinner", sagte Schauer. Je schlimmer es einem Land gehe, desto besser liefen die Geschäfte mit Playmobil. "In Griechenland zum Beispiel sind wir im Abverkauf deutlich im Plus, in Spanien ebenso."

Quelle: n-tv.de

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