Wirtschaft
Ab Mittwoch legen Post-Angestellte eine warnende Pause ein.
Ab Mittwoch legen Post-Angestellte eine warnende Pause ein.(Foto: picture-alliance/ dpa)
Dienstag, 16. April 2013

Stillstand im Briefverkehr droht: Post-Mitarbeiter wollen streiken

Briefe und Pakete könnten ab Mittwoch liegen bleiben. Mitarbeiter der Deutschen Post wollen zeitweise die Arbeit ruhen lassen. Tarifverhandlungen sind im zweiten Anlauf gescheitert - Verdi verlangt für die Beschäftigten sechs Prozent mehr Geld.

Auf die gescheiterten Tarifverhandlungen für die Mitarbeiter der Deutschen Post folgen ab Mittwoch Warnstreiks. Dies kündigte die Gewerkschaft Verdi an, nachdem die zweite Runde der Gespräche ergebnislos endete. Verdi verlangt für die rund 132.000 Tarifbeschäftigten eine lineare Erhöhung der Einkommen um sechs Prozent, mindestens aber 140 Euro mehr im Monat. Außerdem sollen die Auszubildenden monatlich 65 Euro mehr verdienen.

Verdi-Verhandlungsleiterin Andrea Kocsis beklagte: "Wir sind in der zweiten Runde nicht über unverbindliche Sondierungen hinausgekommen." Die Post habe erneut kein Angebot vorgelegt. Die Warnstreiks sollten nun bereits am Mittwoch beginnen und in den folgenden Tagen fortgesetzt werden, kündigte Verdi an. Verschiedene Abteilungen der Post, wie etwa auch Verteilzentren, werden von den Arbeitsniederlegungen betroffen sein. Das können auch die Kunden zu spüren bekommen.

Erst am 25. April sollen die Tarifverhandlungen fortgesetzt werden. Die Post will versuchen, die Auswirkungen des Streiks so gering wie möglich zu halten, sagte ihr Sprecher Dirk Klasen. Voraussichtlich wird der Konzern auf Service-Partner zurückgreifen, um Briefe und Pakete rechtzeitig zu den Kunden zu bringen. Angesichts bisher konstruktiver Gespräche kritisierte Post-Sprecher Klasen den angekündigten Ausstand: "Wir halten es nicht für zielführend und auch nicht für notwendig."

Quelle: n-tv.de

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