Wirtschaft
Alles wird teurer - auch für die Post.
Alles wird teurer - auch für die Post.(Foto: AP)

Express-Sendungen auch teurer: Post hebt Preise an

Nach dem Briefporto kündigt die Deutsche Post nun auch Preiserhöhungen für Express-Sendungen an. Weltweit soll das Versenden von eiligen Dokumenten oder Paketen 4,9 Prozent mehr kosten.

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Die Deutsche Post bittet ihre Kunden zur Kasse: Im kommenden Jahr sollen neben Briefen auch Express-Sendungen teurer werden. In Deutschland will der Konzern dabei für das Verschicken von eiligen Dokumenten oder Paket-Sendungen im Schnitt 4,9 Prozent mehr Geld verlangen. Weltweit würden die Preise im Schnitt um fünf Prozent angehoben, ergänzte ein Sprecher der Post-Express-Sparte DHL.

"Die Preiserhöhung, die DHL Express für das Jahr 2013 weltweit vornimmt, dient dem Ausgleich steigender Kosten", sagte Post-Vorstandsmitglied Ken Allen. Zusätzliche Sicherheitsanforderungen im internationalen Flugverkehr belasteten etwa die Express-Dienste. Die Post steht mit ihrer Preispolitik nicht allein da. Auch der US-Riese FedEx hatte erst vor einer Woche angekündigt, von den Kunden weltweit ebenfalls mehr Geld zu verlangen - hier sollen die Preise im Mittel um 5,9 Prozent zulegen.

Wachstumssparte Expressgeschäft

Für die Post wird das Express- und Logistikgeschäft abseits des traditionellen Brief-Geschäfts immer wichtiger - in diesen Bereichen wächst der Konzern weltweit, vor allem in den Wachstumsregionen Asiens kann die Post zulegen. Im Express-Geschäft fuhr der Bonner Konzern im ersten Halbjahr 2012 bei einem Umsatz von rund 6,3 Mrd. Euro einen operativen Gewinn (Ebit) von 598 Mio. Euro ein. Damit steuerte die Sparte knapp die Hälfte des operativen Gewinns im Gesamtkonzern bei, der bei rund 1,2 Mrd. Euro lag. Von den angekündigten Preiserhöhungen im Express-Geschäft sind vor allem Geschäftskunden der Post betroffen - sie nutzen solche Dienste am stärksten.

Beim Briefporto will der Konzern aber auch die Verbraucher im kommenden Jahr stärker zu Kasse bitten. Der Konzern hatte bereits angekündigt, den Preis für den Standardbrief bis 20 Gramm im nationalen Versand von derzeit 55 Cent auf 58 Cent zu erhöhen. Beim nationalen Maxibrief mit einem Gewicht bis 1.000 Gramm soll der Preis von 2,20 auf 2,40 Euro in die Höhe geschraubt werden. Die Bundesnetzagentur als Regulierer für den Briefmarkt muss den Anträgen für das Brief-Porto aber noch zustimmen. Die Entscheidung der Behörde wird noch im September erwartet.

Im Express-Bereich kann die Post indes ohne die Zustimmung des Regulierers an der Preisschraube drehen. Hier steht der Konzern im weltweiten Wettbewerb. Im deutschen Briefmarkt ist die Post dagegen der einzige Dienstleister, der sicherstellt, dass die Bundesbürger zwischen Flensburg und Garmisch ihre Briefe erhalten. Konkurrenten wie die niederländische PostNL konzentrieren sich auf Geschäftspost - hier liegen die Margen deutlich höher als bei der Versorgung der Verbraucher in der Fläche.

Quelle: n-tv.de

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