Wirtschaft
In Colorado darf Marihuana in sogenannten Coffeeshops verkauft werden.
In Colorado darf Marihuana in sogenannten Coffeeshops verkauft werden.(Foto: AP)

Cannabis-Freigabe in Colorado : "Pot"-Legalisierung beflügelt Aktienkurse

Im US-Bundesstaat Colorado feiern Kiffer die Freigabe des Marihuana-Verkaufs mit "Pot-Parties". Auch an der Börse stößt die Entscheidung auf ein positives Echo: Die Aktien von Unternehmen, die dadurch Geld verdienen können, legen kräftig zu.

Nach der Legalisierung des Verkaufs von Cannabis im US-Bundesstaat Colorado sind die Aktienkurse mehrerer an der Produktion und der Vermarktung beteiligter Unternehmen kräftig gestiegen. Den mit fast 70 Prozent größten Gewinnsprung verzeichnete das Unternehmen Mediswipe, das Zahlungssysteme für die Medizinbranche anbietet. Die Aktie stieg auf 0,19 Dollar. Die Papiere des Unternehmens GreenGro Technologies, das Utensilien wie etwa spezielle Lampen zum Anbau von Cannabis anbietet, stiegen um mehr als 50 Prozent auf knapp 0,07 Dollar.

Der Verkauf von Marihuana ist in Colorado seit Mittwoch legal. Zum Jahreswechsel trat ein Gesetz in Kraft, das den Verkauf in sogenannten Coffeeshops erlaubt. Medienberichten zufolge vergaben die Behörden in Colorado 348 Lizenzen zum Verkauf von Marihuana. Auch der Bundesstaat Washington soll bald folgen. Dort sollen 3746 Anträge vorliegen, bis zur Eröffnung erster Shops könnte es aber noch mehrere Monate dauern.

Wer Cannabis kaufen will, muss mindestens 21 Jahre alt sein. In Colorado und Washington war im November 2012 per Volksabstimmung die Legalisierung des privaten Konsums von Cannabis beschlossen worden. In der Öffentlichkeit sind Joints allerdings weiterhin verboten. Der medizinische Einsatz von Cannabis ist in zahlreichen US-Bundesstaaten erlaubt.

Mehrheit für Legalisierung

Es wird damit gerechnet, dass weitere US-Staaten wie Kalifornien mit einer Legalisierung nachziehen werden. Bis dahin rechnet Colorado mit "Marihuana-Touristen" aus anderen Bundesstaaten. Die Bundesregierung in Washington DC hat aber signalisiert, dass sie nicht eingreifen wird - solange gewährleistet bleibt, dass keine Jugendlichen an den Stoff kommen und der Export in andere Staaten unterbleibt.

Nach der Neuregelung dürfen sich Einwohner Colorados pro Kauf mit einer Unze (28 Gramm) "Pot" eindecken. Besucher aus anderen Staaten müssen sich mit einem Viertel zufriedengeben. Laut Umfragen befürwortet eine klare Mehrheit der US-Amerikaner die Legalisierung. Kritiker hingegen argumentieren, Marihuana werde verharmlost.

Quelle: n-tv.de

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