Wirtschaft
(Foto: picture alliance / dpa)

Über halbe Milliarde Verlust: Praktiker tief in den Miesen

Hier spricht der Preis: Ein ganzes Bündel von Belastungen zieht Praktiker weit in die Verlustzone. Unter dem Strich fährt die angeschlagene Baumarktkette einen Verlust von 555 Millionen Euro ein und übertrifft damit deutlich die Befürchtungen von Marktexperten.

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Die angeschlagene Baumarktkette Praktiker hat ihren Verlust im vergangenen Jahr vervielfacht. Unter dem Strich erwirtschaftete das Unternehmen einen Verlust von rund 555 Mio. Euro nach 34 Mio. Euro Miesen im Vorjahr.

Schuld sind nach Unternehmensangaben eine ganze Reihe von Sondereffekten, darunter Kosten von 473 Mio. Euro für den Strategiewechsel, Wertberichtigungen und Rückstellungen. Abschreibungen auf Vermögenswerte des Unternehmens wurden vor allem wegen eines Rückgangs beim Umsatz nötig. Der um Sanierungskosten bereinigte Verlust (Ebita vor Sondereffekten) belief sich auf 61,6 Mio. Euro, hier standen im Vorjahr noch schwarze Zahlen zu Buche. Früheren Angaben zufolge hatte Praktiker im vergangenen Jahr 7,7 Prozent weniger umgesetzt als 2010.

Analysten hatten mit einem bereinigten Verlust von 23,6 Mio. Euro und einem Nettoverlust von 369 Mio. Euro gerechnet. Den vollständigen Konzernabschluss will Praktiker am Donnerstag vorstellen. Dann werden auch Aussagen des im Herbst angetretenen Vorstandschefs Thomas Fox zum Verlauf der Sanierung mit Spannung erwartet. Offen ist unter anderem, wie Fox dafür an frisches Geld von alten oder neuen Gläubigern oder von seinen Aktionären kommt.

Quelle: n-tv.de

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