Wirtschaft
Viel Rauch und Dampf: Die Kühltürme und Schornsteine des RWE-Braunkohlekraftwerks Niederaußem bei Bergheim.
Viel Rauch und Dampf: Die Kühltürme und Schornsteine des RWE-Braunkohlekraftwerks Niederaußem bei Bergheim.(Foto: picture alliance / dpa)

Entspannung durch Dea: RWE wartet auf den Durchbruch

Beim deutschen Energieriesen RWE dürfte es im abgelaufenen Geschäftsjahr operativ weiter bergab gegangen sein. Immerhin muss Firmenchef Terium wohl diesmal keine roten Zahlen verkünden.

Deutschlands zweitgrößter Energiekonzern RWE hat noch keine Antwort auf das Wegbrechen seiner Kraftwerksgewinne gefunden. Nach Einschätzung von Analysten geht es für die Essener auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 beim betrieblichen Ergebnis bergab gegangen sein.

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Anders als im Vorjahr rechnen die Experten diesmal aber nicht mit umfangreichen Abschreibungen. Das dürfte unterm Strich demnach wieder schwarze Zahlen bedeuten. Für etwas Luft sollte der vor wenigen Tagen vollzogene Verkauf der Öl- und Gastochter Dea für rund 5,1 Milliarden Euro sorgen. Klarheit gibt es kommenden Dienstag, wenn der Konzern seine Jahresbilanz offen legt. Seine vorzeitige Vertragsverlängerung bis 2021 stärkt Firmenchef Peter Terium bei allen Rückschlägen den Rücken.

Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Analysten beziffern den Umsatzrückgang mit sieben Prozent auf gut 50 Milliarden Euro. Der betriebliche Gewinn (Ebit) dürfte laut den Prognosen um mehr als 30 Prozent auf rund 4 Milliarden Euro gesunken sein. Netto erwarten die Experten einen Überschuss von gut 1,3 Milliarden Euro. Vor einem Jahr hatte der Konzern 4,8 Milliarden Euro vor allem auf seine Kraftwerke abgeschrieben, was zu einem Verlust von knapp 2,8 Milliarden Euro führte.

Dividende wackelt

Die Dividende soll wie im Vorjahr einen Euro pro Aktie betragen, hieß es nach einer Aufsichtsratssitzung in der zu Ende gegangenen Woche ohne Bestätigung durch das Unternehmen. Vor allem die an RWE beteiligten Kommunen aus Nordrhein-Westfalen, die rund ein Viertel der RWE-Aktien halten, hatten auf eine zumindest stabile Ausschüttung gedrängt. Die RWE-Dividende ist für sie eine wichtige Einnahmequelle. Allerdings ist umstritten, ob sich RWE dies überhaupt leisten kann. 

Die konventionelle Stromerzeugung von RWE leidet immer stärker unter den Preisen im Großhandel, die wegen des Booms Erneuerbarer Energien unter Druck stehen. Schon 2013 waren die Gewinne eingebrochen. Als Reaktion prüft RWE weitere Sparmöglichkeiten. In den ersten neun Monaten 2014 sank die Zahl der Mitarbeiter bereits von knapp 65.000 auf 60.400. 

RWE stellt sich anders auf als sein Konkurrent Eon. Letzterer plant seine Aufspaltung. Dagegen will RWE am Geschäftsmodell festhalten und weiter in der gesamten Wertschöpfungskette der Strombranche von der Erzeugung bis zum Vertrieb präsent sein.

Quelle: n-tv.de

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