"Deutsche zum Teil hysterisch"Regling sieht Ende der Krise
Alles hat ein Ende, auch die Schuldenkrise. Nach Ansicht von Euro-Rettungsschirmchef Regling liegt das Tal der Tränen - wenn alles gut läuft - in zwei bis drei Jahren hinter uns. Europa sei mit seinen Krisenmaßnahmen im Vergleich mit den USA erheblich im Vorteil. Die Stimmung in Deutschland sei zu negativ und teils auch "hysterisch".
Die Schuldenkrise im Euro-Raum könnte nach Ansicht von Euro-Rettungsschirm-Chef Klaus Regling in zwei bis drei Jahren vorbei sein. Regling sagte dem "Spiegel", Voraussetzung dafür sei, dass die Länder ihren Spar- und Reformkurs fortsetzten. Für jedes Land der Währungsunion sei ein Sparplan beschlossen worden - davon seien die USA noch weit entfernt.
Regling betonte, die Währungsunion werde nicht auseinanderbrechen, weil starke und schwache Länder ein gemeinsames Interesse an ihrem Fortbestand hätten. "Das Risiko, dass der Euro aufgegeben wird, von wem auch immer, ist gleich null."
In Deutschland herrscht nach Ansicht Reglings "zum Teil Hysterie". Die Deutschen glaubten, dass alles immer nur schlimmer kommen könne. "Das stimmt aber nicht, die Zeichen stehen auf Besserung", zitierte ihn das Hamburger Magazin. In allen Ländern der Eurozone verbesserten sich die Fundamentaldaten.
Der Euro-Rettungschirm - genannt "Europäische Finanz- Stabilitäts-Fazilität" (EFSF) - ist eine Einrichtung der 16 Euro- Staaten.