Wirtschaft

Die Krise ist Geschichte: Reichen geht es wieder gut

Mit dem Abebben der Krise brechen auch für die Milliardäre und Millionäre dieser Welt wieder bessere Zeiten an. Sie machen ihren Vermögensverlust durch die Finanzkrise wieder wett. Weltweit gab es 2009 laut einer Studie 11,2 Millionen Millionärshaushalte - 14 Prozent mehr als 2008.

Es kann wieder angestoßen werden.
Es kann wieder angestoßen werden.(Foto: picture alliance / dpa)

Die Reichen dieser Welt haben die Finanzkrise überstanden: Im vergangenen Jahr wuchsen die Vermögenswerte privater Anleger in Bargeld, Aktien, Wertpapieren oder Fonds um mehr als elf Prozent auf 111,5 Billionen US-Dollar (92 Billionen Euro).

Damit wurde das Vorkrisenniveau wieder erreicht, wie die Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) in einer Studie ermittelte. Reichste Region der Welt bleibt demnach weiterhin Europa: Hier wurden im vergangenen Jahr 37,1 Billionen Dollar Vermögenswerte verwaltet. In Deutschland gab es 2009 laut Studie 430.000 Dollar-Millionäre.

Gewachsen ist das Privatvermögen im vergangenen Jahr absolut am stärksten in Nordamerika: Es nahm dort um 4,6 Billionen Dollar zu, wie die BCG in München erklärte. Relativ gesehen seien aber die privaten Vermögenswerte in der Asien-Pazifik-Region am stärksten gewachsen: Sie nahmen um 22 Prozent zu und damit fast doppelt so stark wie der globale Durchschnitt. Auch in Lateinamerika wuchsen die Vermögenswerte überdurchschnittlich um 16 Prozent.

Trotz der Aufholjagd in den Schwellenländern bleibt Europa die reichste Region der Welt, gefolgt von den USA und Japan. In Europa lagen die verwalteten Vermögenswerte 2009 sogar über denen vor Beginn der Finanzkrise. Die Vermögen wuchsen, weil die Finanzmärkte wieder anzogen und die Privatanleger mehr sparten. Boston Consulting rechnet damit, dass das Vermögen weltweit bis 2014 um jährlich sechs Prozent zunehmen wird. In den vergangenen fünf Jahren lag die durchschnittliche Wachstumsrate der Vermögen bei 4,8 Prozent.

Deutschland auf fünftem Platz

Weltweit gab es laut der Studie 11,2 Millionen Millionärshaushalte - 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Die meisten Dollar-Millionäre (4,7 Millionen) leben demnach nach wie vor in den USA, danach folgen Japan und China, Großbritannien und an fünfter Stelle Deutschland. Die Millionärsdichte ist in Singapur am höchsten, hier hatten laut Studie 11,4 Prozent aller Haushalte Vermögen von mehr als einer Million Dollar. In Europa ist die Millionärsdichte mit 8,4 Prozent in der Schweiz am höchsten.

Weltweit haben weniger als ein Prozent aller Haushalte ein Vermögen von einer Million Dollar - sie verfügen aber insgesamt über 38 Prozent aller Vermögenswerte. Viele Reiche legen ihr Geld nach wie vor gerne in Steueroasen an: Das Vermögen in Ländern, in denen Anleger weder einen gesetzlichen noch steuerlichen Wohnsitz haben, wuchs im vergangenen Jahr auf 7,4 Billionen Dollar. Weltweit wichtigste Steueroase war laut Studie nach wie vor die Schweiz.

Video

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen