Wirtschaft

Aktie stürzt abRepower kassiert Jahresziele

22.12.2010, 15:51 Uhr

Die meisten Wirtschaftsbereiche erholen sich von der Krise; in der Windenergiebranche ist die Situation anders. So muss Repower seine Ziele für das Geschäftsjahr 2010/11 herunterschrauben. Firmenchef Nauen erwartet bestenfalls eine Stagnation auf dem Niveau des Vorjahres.

Windkraft
Flaute in der Windenergiebranche. (Foto: AP)

Flaue Geschäfte haben die Windenergiebranche in diesem

Jahr ausgebremst. Reihenweise dampften die Firmen ihre Prognosen ein. Jüngstes Beispiel

ist dabei der zum indischen Windanlagenbauer Suzlon gehörende Turbinenhersteller

Repower.

Firmenchef Andreas Nauen erwartet nun bestenfalls eine

Stagnation auf Vorjahresniveau. Hauptproblem sei die zunehmende Anzahl von Projektverschiebungen

mangels Finanzierungszusagen. Zudem setzt der Preisdruck Repower zu. Daher will

Nauen auf die Kostenbremse treten und die Chancen dafür in Asien nutzen.

So sollen künftig Aufträge von Kunden aus Neuseeland,

Australien und den USA in Asien abgearbeitet werden, um Logistikkosten zu senken.

"Die Produktionsverlagerung nach Asien wird aber keine Auswirkungen auf die

deutschen Werke haben", betonte Nauen. Zudem sollen die Komponenten für die

Windräder zunehmend in den kostengünstigeren Ländern China und Indien gekauft werden.

Branche leidet weiter

Für das im März endende Geschäftsjahr 2010/11 erwartet

Repower nun eine Gesamtleistung von 1,25 bis 1,35 (Vorjahr: 1,32) Milliarden Euro

statt eines Anstiegs um bis zu 20 Prozent. Auch die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge)

wird nach den Planungen deutlich schmaler ausfallen. Hier peilt der Vorstand lediglich

fünf bis sieben (Vorjahr: 7,4) Prozent an statt 7,5 bis 8,5 Prozent. Der Kurs der

Repower-Aktie sackte ab.

Die Windkraftanlagenbranche leidet bis heute unter den

Folgen der Wirtschaftskrise. Die Banken üben sich bei ihren Finanzierungszusagen

für die kostenintensiven Windanlagen in Zurückhaltung. Projekte müssen daher verschoben

werden.

Quelle: wne/rts