Aktie stürzt abRepower kassiert Jahresziele
Die meisten Wirtschaftsbereiche erholen sich von der Krise; in der Windenergiebranche ist die Situation anders. So muss Repower seine Ziele für das Geschäftsjahr 2010/11 herunterschrauben. Firmenchef Nauen erwartet bestenfalls eine Stagnation auf dem Niveau des Vorjahres.
Flaue Geschäfte haben die Windenergiebranche in diesem
Jahr ausgebremst. Reihenweise dampften die Firmen ihre Prognosen ein. Jüngstes Beispiel
ist dabei der zum indischen Windanlagenbauer Suzlon gehörende Turbinenhersteller
Repower.
Firmenchef Andreas Nauen erwartet nun bestenfalls eine
Stagnation auf Vorjahresniveau. Hauptproblem sei die zunehmende Anzahl von Projektverschiebungen
mangels Finanzierungszusagen. Zudem setzt der Preisdruck Repower zu. Daher will
Nauen auf die Kostenbremse treten und die Chancen dafür in Asien nutzen.
So sollen künftig Aufträge von Kunden aus Neuseeland,
Australien und den USA in Asien abgearbeitet werden, um Logistikkosten zu senken.
"Die Produktionsverlagerung nach Asien wird aber keine Auswirkungen auf die
deutschen Werke haben", betonte Nauen. Zudem sollen die Komponenten für die
Windräder zunehmend in den kostengünstigeren Ländern China und Indien gekauft werden.
Branche leidet weiter
Für das im März endende Geschäftsjahr 2010/11 erwartet
Repower nun eine Gesamtleistung von 1,25 bis 1,35 (Vorjahr: 1,32) Milliarden Euro
statt eines Anstiegs um bis zu 20 Prozent. Auch die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge)
wird nach den Planungen deutlich schmaler ausfallen. Hier peilt der Vorstand lediglich
fünf bis sieben (Vorjahr: 7,4) Prozent an statt 7,5 bis 8,5 Prozent. Der Kurs der
Repower-Aktie sackte ab.
Die Windkraftanlagenbranche leidet bis heute unter den
Folgen der Wirtschaftskrise. Die Banken üben sich bei ihren Finanzierungszusagen
für die kostenintensiven Windanlagen in Zurückhaltung. Projekte müssen daher verschoben
werden.