Freitag, 05. März 2010
Geld aus Deutschlandfonds: Rettungsanker für Solon
Das defizitäre Berliner Solarunternehmen Solon kann einem Medienbericht zufolge auf eine Bürgschaft des Staates hoffen. Eine entsprechende Vereinbarung solle in der kommenden Woche unterschrieben und verkündet werden, berichtet die "Berliner Morgenpost".
Das Blatt berief sich dabei auf Informationen aus dem Umfeld des Berliner Senats. Demnach stimmte der Bürgschaftsausschuss des Deutschlandsfonds dem Antrag der Firma bereits zu. Nun müsse noch der Lenkungsausschuss entscheiden, dessen Zusage gelte als wahrscheinlich.
Die "Wirtschaftswoche" hatte bereits im November berichtet, Solon habe 180 Millionen Euro Staatsbürgschaften aus dem Deutschlandfonds beantragt. Damit könnte sich das Unternehmen eine bessere Position in den Verhandlungen mit seinen Banken verschaffen. Firmenchef Stefan Säuberlich hatte jüngst eine baldige Einigung mit den Geldhäusern in Aussicht gestellt. Er hatte zugleich betont, Solon habe aber keinen Druck, da die Liquidität bis auf weiteres gesichert sei.
Der Hersteller von Solarmodulen ist 2009 infolge des Preisverfalls in der Branche und der Finanzkrise tief in die Verlustzone gerutscht. Besonders stark getroffen wurde Solon zudem vom Markteinbruch in Spanien infolge der Kappung der staatlichen Solarförderung. Auch in Deutschland steht der Branche ein solcher Einschnitt bevor.
wne/rts
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