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Wirtschaft

Mittwoch, 10. Februar 2010

Peking macht Ernst: Rio-Mitarbeiter angeklagt

Peking erhöht den Druck auf Rio Tinto. Die vier festgenommenen Mitarbeiter des Bergbaukonzerns werden angeklagt.
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(Foto: REUTERS)

Wegen des Vorwurfs der Bestechung und des Diebstahls von Betriebsgeheimnissen hat China vier Mitarbeiter des australischen Bergbaukonzerns Rio Tinto offiziell angeklagt. Bei einem Schuldspruch drohen den Angeklagten insgesamt bis zu 27 Jahre Haft, sagte einer ihrer Anwälte. Zu den Angeklagten gehört nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua auch der Australier Stern Hu, der die Verhandlungen Rio Tintos um Eisenerz-Preise in der Volksrepublik führte.

Die Mitarbeiter waren im Juli festgenommen worden und sitzen seitdem in Haft. Rio Tinto hat die Vorwürfe gegen seine Mitarbeiter in der Vergangenheit stets zurückgewiesen. Die Kontroverse führte zu Verstimmungen zwischen Australien und China. Die Volksrepublik ist Australiens wichtigster Handelspartner. Auch bei anderen ausländischen Firmen war wegen des Verfahrens die Furcht vor Problemen mit den Justizbehörden in China aufgekommen.

China wirft Rio Tinto vor, über sechs Jahre Industriespionage betrieben zu haben. Die Nationale Behörde zum Schutz von Staatsgeheimnissen erklärte, die Daten über den chinesischen Stahlsektor auf beschlagnahmten Rio-Tinto-Computern zeigten den massiven Schaden, der entstanden sei. So hätten chinesische Stahlhersteller 700 Milliarden Yuan (etwa 72 Milliarden Euro) zuviel für Eisenerz bezahlen müssen. Wie sich die Summe berechnete, wurde nicht mitgeteilt. China hat vier Mitarbeiter von Rio unter dem Vorwurf festgenommen, sie hätten sich Zugang zu Staatsgeheimnissen über die Eisenerz-Verhandlungen verschafft.

rts

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