Wirtschaft
Wenn der Ölpreis weiter sinkt, droht Russland eine tiefe Rezession. Entsprechende Notmaßnahmen werden vorbereitet.
Wenn der Ölpreis weiter sinkt, droht Russland eine tiefe Rezession. Entsprechende Notmaßnahmen werden vorbereitet.(Foto: picture alliance / dpa)

Zentralbank erstellt Notfallplan: Russland stellt sich auf Ölpreis-Schock ein

Die Hälfte der russischen Staatseinnahmen stammt aus dem Öl- und Gasgeschäft. Rund 100 Dollar pro Fass hat die Regierung in ihrem Haushaltsplan vorgesehen. Bereits jetzt liegt der Preis deutlich darunter, ein weiterer Absturz droht.

Die russische Zentralbank rüstet sich mit einem Notfallplan für einen Einbruch des Ölpreises. Die Nachrichtenagentur Interfax zitierte die Erste Vizechefin der Notenbank, Xenia Judajewa, mit den Worten, die Währungshüter arbeiteten an einem "Stress-Szenario". Es sehe Notmaßnahmen für den Fall vor, dass der Ölpreis auf 60 Dollar pro Fass falle.

Laut Experten droht Russland bei einem solchen Preissturz um ein Drittel eine tiefe Rezession. Das Öl- und Gasgeschäft macht rund die Hälfte der Staatseinnahmen in dem rohstoffreichen Schwellenland aus. Die Regierung geht bei ihren Haushaltsplanungen von einem Ölpreis von 100 Dollar aus.

Die in Russland hauptsächlich geförderte Sorte hat sich jedoch bereits auf rund 92 Dollar verbilligt. Wegen der russischen Rolle im Ukraine-Konflikt hat der Westen gegen das Land Sanktionen verhängt, die mit zum Kursverfall des Rubels führten. Zudem haben sich die Konjunkturaussichten eingetrübt. Der IWF rechnet für 2015 nur noch mit 0,5 Prozent Wachstum.

Quelle: n-tv.de

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