Wirtschaft

Begeisterung an der BörseSMA erhöht Prognose

06.07.2010, 10:55 Uhr

Die positive Entwicklung auf dem Weltmarkt macht SMA Solar mutig. Der Solartechnikkonzern traut sich in diesem Jahr bei Umsatz und Gewinn weit mehr zu als bislang prognostiziert.

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SMA-Chef Günther Cramer hat Grund zur Freude. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Der Solartechnikkonzern SMA Solar traut sich nach guten Geschäften im ersten Halbjahr mehr Umsatz und Gewinn zu. Der Weltmarkt werde sich in diesem Jahr voraussichtlich besser entwickeln als bisher gedacht, teilte das TecDax-Unternehmen mit.

Daher rechnet der Vorstand 2010 nun mit einem Umsatzanstieg auf 1,5 bis 1,8 Milliarden Euro statt wie bislang auf 1,1 bis 1,3 Milliarden Euro. Zudem peilt der Konzern eine operative Rendite (Ebit-Marge) von 24 bis 27 Prozent an. Bislang hatte der Vorstand nur 20 bis 23 Prozent in Aussicht gestellt. Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen bei Umsätzen von 934 Millionen Euro eine Ebit-Marge von rund 24 Prozent. An der Börse wurde die Ankündigung euphorisch aufgenommen. Die SMA-Solar-Aktie schnellte kräftig nach oben.

SMA Solar produziert Wechselrichter, die das Herzstück einer Solaranlage sind: Sie wandeln den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um. In diesem Bereich ist das Unternehmen Weltmarktführer und wirtschaftete zuletzt deutlich profitabler als Komplettanbieter wie Solarworld.

Kräftigeres Weltmarkt-Wachstum

Den geplanten Förderungskürzungen in Deutschland sieht Firmenchef Günther Cramer deshalb relativ gelassen entgegen. Im ersten Halbjahr erzielte das Unternehmen nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von mehr als 800 Millionen Euro und setzte 3,1 Gigawatt an Wechselrichter-Leistung ab.

Im Gesamtjahr rechnet SMA Solar mit einem Wachstum des Weltmarktes auf bis zu 14 Gigawatt. Bislang war die Firma nur von einem Marktvolumen von neun bis elf Gigawatt ausgegangen. "SMA wird den Marktanteil 2010 halten oder sogar leicht ausbauen", erklärte der Konzern. Nächstes Jahr gehe SMA Solar zwar von einem Marktrückgang in Deutschland aus, dafür würden aber voraussichtlich die Auslandsmärkte kräftiger wachsen.

Quelle: rts