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Das Wirtschaft ist schwach und braucht das Geld: Antonis Samaras.
Das Wirtschaft ist schwach und braucht das Geld: Antonis Samaras.(Foto: REUTERS)

"Wie eine Wüste den Regen": Samaras erwartet das Geld

Es geht um 31,5 Milliarden Euro aus europäischen Steuertöpfen: Mit Blick auf die schwindende Wirtschaftskraft beschwört Griechenlands Ministerpräsident Samaras eine zügige Einigung in den laufenden Hilfsverhandlungen. Bis zum großen EU-Herbstgipfel bleiben ihm dafür nur noch wenige Tage Zeit. Sein Finanzminister zweifelt.

Endzeitstimmung über der Akropolis: Der Herbst kam mit Gewitter.
Endzeitstimmung über der Akropolis: Der Herbst kam mit Gewitter.(Foto: dpa)

Die Regierung Griechenlands hofft auf die baldige Auszahlung der nächsten Hilfstranche. "Die Wirtschaft benötigt Liquidität wie eine Wüste den Regen", sagte Ministerpräsident Samaras will Merkel umstimmen .

Das Euro-Mitglied werde das Geld sicherlich bald erhalten und die Gespräche über Sparmaßnahmen abschließen, versprach der griechische Regierungschef. Griechenland könne sich ohne die finanziellen Hilfen nicht erholen.

Das Land leidet unter hohen Schuldenlasten und einer in der Krise weiter schwindenden Wirtschaftskraft.

Stournaras zweifelt

Finanzminister Athen gesteht Probleme ein zeigte sich hinsichtlich der laufenden Gespräche zwischen Vertretern Griechenlands und der Troika weniger zuversichtlich. Die Verhandlungen mit den internationalen Geldgebern dürften wohl nicht wie von Samaras angekündigt bis zum EU-Gipfel am Donnerstag beendet seien, meinte er.

Die Gespräche mit der Europäischen Zentralbank (EZB), dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der EU-Kommission dauern bereits länger als erwartet. Griechenland wird seit Anfang 2010 mit Milliarden des IWF und seiner Euro-Partner gestützt. Die Wirtschaft des Landes steckt in einer tiefen Rezession.

Derzeit prüfen Inspektoren des IWF, der EZB und der EU - die sogenannte Troika -, ob eine weitere Tranche von 31,5 Mrd. Euro aus dem 130 Mrd. Euro schweren zweiten Hellas-Hilfspaket ausgezahlt werden kann.

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Quelle: n-tv.de

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